All My Life

    Ort
    Ägypten
    Jahr
    2008
    Produzent/Buch/Regie/Schnitt
    Maher Sabry

    Rami ist 26, lebt in Kairo, hat einen gut bezahlten Job, liebt das Leben -- und er ist schwul. Nicht unbedingt offen, aber er versteckt sich nicht hinter heterosexuellen Beziehungen. Er war glücklich mit Walid, der ihn jedoch für eine Frau verlassen hat -- aus „Rücksicht“ auf die Familie. Ramis beste Freundin Dalia verläßt die Stadt, geht an die Uni von San Francisco und drängt Rami, mit ihr zu kommen. Karim, der beste Freund, Arzt, treibt sich gerne in der versteckten schwule Szene der Metropole herum, hat einen amerikanischen Liebhaber und wird bei einer Razzia beinahe verhaftet. Ahmad, Ramis Nachbar, ist ein strenggläubiger Muslim, der mit seinen unterdrückten Trieben hadert. Und Mina, der christliche Junge von gegenüber, begehrt Rami schon lange, lebt ungeoutet unter der Fuchtel seiner Mutter. Rami beginnt ein unstetes Leben und gibt sich mit Touristen ab, die auf der Suche nach Sex sind. Als er den charmanten jungen Atef kennenlernt, einen Kellner, muß er sich entscheiden: kann er jemandem lieben, der nicht aus seinen Kreisen stammt? Im Jahr 2001 wurden 52 Männer in der Discothek „Queen Boat” 2001 in Kairo verhaftet. Auf dieser Basis erzählt Autor und Regisseur Maher Sabry von der problematischen Realität schwulen Alltags in Ägypten. Die dreijährige Drehzeit ohne Budget und unter hohen Risiken, geprägt von Zensurbestimmungen und staatlichen Restriktionen, hat sich gelohnt: „All My Life“ ist ein Paradebeispiel des ägyptischen Untergrund-Films, ein politisches und poetisches Statement für den Kampf um Freiheit und (sexuelle) Selbstbestimmung. Und daß ein Ex-Mufti die sofortige Verbrennung des Films gefordert hat und ein führender Doktor dem Film unterstellt, er würde aufgrund der Darstellung von schwulem Sex die Verbreitung von Aids fördern, zeigt, wie massiv die staatliche und religiöse Unterdrückung Andersdenkender wirklich war und möglicherweise heute noch ist. Der Film ist ein wichtiges Zeitdokument aus dem vorrevolutionären Ägypten, einem Land, das in seiner Jahrtausende alten Geschichte noch nie eine demokratische Staatsform gesehen hat, eines Landes, dessen Zukunft niemand erahnen kann. Er entstand als „No-Budget-Film“ mit Laiendarstellern zu Teilen heimlich in Kairo und in San Francisco, wohin viele der Mitwirkenden im Exil leben.

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    Bandaged

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/USA/Frankreich
    Jahr
    2009
    Regie
    Maria Beatty

    Die betörend schöne Lucille wird bald 18. Endlich kann sie der Enge der einst prächtigen Villa entkommen, die sie mit ihrer Großtante und ihrem Vater teilen muß. Ihr Traum: ein Literaturstudium. Der herrschsüchtige und ätherabhängige Vater, ein Chirurg, will sie jedoch zu einem Medizinstudium zwingen. Sie soll ihn später einmal bei seinen Versuchen unterstützen, Menschen perfekter zu heilen als die Medizin es je konnte. Dann kommt es zu einem rätselhaften Unfall: Lucilles Gesicht ist verätzt, sie ist bandagiert ans Bett gebunden und für ihren Vater ein ideales Subjekt für seine bizarren Versuche mit Hauttransplantationen. Für Lucilles Pflege (und vor allem zu ihrer Überwachung) engagiert er die Krankenschwester Joan. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich schon bald eine leidenschaftliche Liebe. Doch nicht nur ihre Affäre ist eines von vielen Geheimnissen des alten Hauses. Denn was wird geschehen, wenn Lucille, von den Bandagen im Gesicht befreit, noch mehr Freiheit ersehnt? „Bandaged“ ist ein sehr erotisches lesbisches Drama mit viel Camp, eine Verneigung vor den düsteren Krimiklassikern der 1950er und 1960er Jahre. In der Rolle der Joan brilliert Susanne Sachsse („The Raspberry Reich“, „alaska.de“).

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    BERLIN -- layers of movement

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2017
    Produzentin/Konzept/Regie
    Natascha Küderli

    Berlin – eine Stadt in ständiger Veränderung und Bewegung. U- und S-Bahnen, Busse, Schiffe, Züge, Räder, Flugzeuge, Autos und Fußgänger bewegen sich neben-, über-, unter- und miteinander. Sie tun dies im Tunnel, in der Luft, über Gleise, Straßen, Flüsse, Wege und Stege – wie in einem eigens choreographierten Tanz. Es ist der Puls Berlins, der den Betrachter bannt. Die Künstlerin Natascha Küderli komponiert in ihrem Film ein Miteinander dieser Bewegungsebenen. Dabei zeigt sie nicht nur den scheinbar immerwährenden Trubel, sondern auch die ruhigen Momente, wie etwa die Menschen auf den Start- und Landebahnen des stillgelegten Flughafens Tempelhof. „BERLIN – layers of movement“ vibriert im Rhythmus der Metropole. Seit dem legendären Stummfilmklassiker „Berlin. Die Sinfonie der Großstadt“ wurde das brodelnde Geschehen auf Berlins Schienen, Straßen und Gewässern nicht mehr so faszinierend gezeigt wie hier.

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    Blackmail Boys!

    Ort
    USA
    Jahr
    2011
    Produzenten/Buch/Regie/Musik/Schnitt
    Bernard Shumanski, Richard Shumanski

    Sam und Aaron sind noch jung, aber schon seit einiger Zeit ein festes Paar, sie lieben sich sehr und wollen heiraten. Sam ist nach Chicago gezogen, um die Kunstschule zu besuchen. Um das Studium zu finanzieren, muß er anschaffen. Aaron, der weit entfernt lebt, hält die Distanz nicht aus und folgt ihm. Beim Wiedersehen erfährt Aaron erstmals, daß sein Freund sich prostituiert, um überleben zu können. Doch als er herausfindet, daß einer von Sams Kunden der homophobe, verheiratete evangelikale Prediger und Buchautor Andrew Kenneth Tucker ist, fassen die beiden einen Plan: sie wollen den heuchlerischen Kunden mit einem heimlich aufgenommenen Video erpressen, um sich mit dem Geld ein ruhiges Leben gönnen zu können. Doch sie haben nicht damit gerechnet, daß Tucker nicht nur ein Heuchler, sondern auch ein brutaler Typ ist… Der neue Film von Bernard und Richard Shumanski („Wrecked“), sexy und freizügig erzählt im Stil des jungen Gregg Araki, mit einem Überraschungsauftritt von Mumblecore-Star Joe Swanberg als evangelikaler Prediger Tucker.

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    BoY

    Ort
    Philippinen
    Jahr
    2009
    Regie
    Auraeus Solito

    Boy ist im Begriff, volljährig zu werden, hat ein wenig auf der Tasche, und statt es wie bisher in Comics und Aquarienfische zu investieren, möchte er das Geld nun für Liebe ausgeben. Denn davon gibt es wenig in seinem Leben mit einer ständig diskutierenden Mutter und einem abwesenden Vater, der sich längst für eine neue Familie entschieden hat. Sein erster Besuch in einem Nachtclub läßt ihn eine ganz neue Welt entdecken: die Welt von Transvestiten, käuflicher Liebe, Alkohol und Drogen. Und die der philippinischen „Macho Dancer“, die den hübschen Jungen schon bald umschwirren wie die Motten. Doch kann so ein Macho Dancer wirklich die große Liebe sein? Mit einfachen Mitteln liebevoll inszeniert zeichnet Regisseur Auraeus Solito (Gay Teddy Bear Award 2006 für „The Blossoming Of Maximo Oliveiros“) eindrücklich Portraits seiner Figuren, die in einem Spannungsfeld von Korruption, Armut und Sexualität ihren Weg suchen.

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    Camminando verso -- Gemeinsam gehen

    Ort
    Italien
    Jahr
    2011
    Regie
    Roberto Cuzzillo

    Turin. Emina, aus Bosnien geflohen, arbeitet in einem Schnellimbiß und in der Stadt seßhaft geworden, quält ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Halt und Trost in ihrer Einsamkeit findet sie bei ihrer Mitbewohnerin Antonia, die der verschlossenen Frau geradezu verfallen ist. Als aber Emina einen mysteriösen bosnischen Mann trifft, wird sie zu dem fast Unmöglichen gezwungen: sie muß sich dem stellen, was sie schon längst hinter sich gelassen glaubt.

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    Contracorriente -- Gegen den Strom

    Ort
    Peru/Kolumbien/Frankreich/Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2010
    Buch/Regie
    Javier Fuentes-León

    Miguel und Maria sind ein glückliches Paar, frisch verheiratet, ein Kind wird erwartet. In seinem Dorf ist Miguel als Fischer ein angesehenes Mitglied der Gemeinschaft. Ein perfektes Idyll, wäre da nicht der Mann aus der Stadt, ein Maler, mit dem sich Miguel immer wieder trifft. Die Dorfbewohner ahnen, der Zuschauer sieht es: Santiago und Miguel sind auch ein Paar, wenn auch ein heimliches. Doch ein Schicksalsschlag stört die Idylle -- und fügt sie auf ganz neue, unerwartete Weise wieder zusammen. „Contracorriente -- Gegen den Strom“, ein Film mit einem großen Herzen, inszeniert in wunderbaren Bildern, eine universelle Geschichte von unterdrücktem Begehren, Leidenschaft und wahrer Liebe.

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    Days Of Pentecost

    Ort
    USA
    Jahr
    1995
    Regie
    Lawrence Elbert

    Alles beginnt damit, daß wir drei glückliche werdende Elternpaare kurz vor der Geburt des Nachwuchses in der Küche erleben. Die Väter quält nur die Frage, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird. Die Mütter scheinen wie immer mehr zu wissen und antworten mit einem koketten "guess what". Bald darauf erblicken drei prächtige Drag-Queens das Licht der Welt… Und wollen, was sonst, Stars werden. Nach einem mißglückten Auftritt steigen die drei in ihren Wagen, und los geht's. „Days Of Pentecost“ ist ein Black-And-Latino-Drag-Action-Adventure-Musical-Road-Movie, das seine Verwandtschaft zu Russ Meyers „Die Satansweiber von Tittsfield“ nicht leugnen will.

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    Dr. Ketel -- Der Schatten von Neukölln

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2011
    Schnitt/Regie
    Linus de Paoli

    Eine mysteriöse Serie von Einbrüchen hält Berlin-Neukölln in Atem. Dahinter steckt Dr. Ketel, der Medikamente im Namen der Gerechtigkeit stiehlt und diejenigen damit versorgt, die sie brauchen. Im Neuköllner Untergrund heilt und pflegt Dr. Ketel -- Der Schatten von Neukölln -- diejenigen, für die Krankenhaus- und Arztbesuche unerschwinglich geworden sind. Die Kriminalität steigt, die Staatsgewalt zieht sich zurück und private Sicherheitsfirmen boomen. Aus Amerika wird die Sicherheitsexpertin Louise eingeflogen, die bei der Aufklärung der Apothekeneinbrüche helfen soll. Bald ist sie Ketel auf der Spur. Beklaut von seinem Komplizen und verfolgt von den Sicherheitsleuten um Louise zieht sich die Schlinge zu um Ketel, der in einen gefährlichen Strudel aus Passion und Illegalität gerät. Angezogen von einer geheimnisvollen Schönheit, merkt er nicht, daß seine Leidenschaft ihn immer mehr in Gefahr bringt.

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    EastSiders · Season 1

    Ort
    USA
    Jahr
    2012
    Buch/Regie
    Kit Williamson

    Los Angeles, der von Schwulen bevorzugte Bezirk Silver Lake: Cal und Thom sind ein Paar, wie es im Buche steht. Doch beide sind nicht nur äußerst attraktiv, sondern sich auch ihrer Vorzüge bewußt und daher durchaus außerehelichen Eskapaden nicht abgeneigt. Als Cal herausfindet, daß Thom ihn mit dem jungenhaften Jeremy betrogen hat, wird die Beziehung auf den Kopf gestellt. Was ist stärker: die Lügen, mit denen sich die beiden Charmebolzen etwas vormachen, oder ihre Sturheit, die es ihnen erlaubt trotz aller Streits zusammenzubleiben? Die erste Season der erfolgreichen Webserie „EastSiders“ jetzt in Spielfilmlänge! Ein überraschgender, aufschlußreicher und humorvoller Blick in die Homoszene der kalifornischen Glamour-Metropole, der – ganz nebenbei – ausgesprochen sexy ist.

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    er moretto

    Ort
    Schweiz/Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    1984
    Buch/Regie
    Simon Bischoff

    Rom im Sommer 1980. Franco, ein 13jähriger Junge, bricht aus der sozialen Misere seines Zuhauses aus. Er treibt sich in der Großstadt herum und verdient sein Geld als Stricher. Man nennt ihn wegen seiner dunklen Hautfarbe "er moretto", den Mohren. Nach zwei Jahren verändert er sein Leben radikal. Er läßt sich von einem Krankenpfleger umwerben und nach und nach in die Gesellschaft einführen. Aber nicht nur seine Entwicklung ist Thema des ersten Films des damals in Rom lebenden Schweizers Simon Bischoff. Mit der Geschichte von Franco verknüpft sich auch die Säuberung Roms: die Zerstörung des Circo Massimo, des historisch gewachsenen Treffpunkts aller Außenseiter der Gesellschaft. Den ineinander verstrickten Geschichten entsprechend ist "er moretto" eine Mischung aus semidokumentarischen Szenen, in denen Alevino di Silvio in die Rolle des Franco schlüpft und einem Interview mit dem inzwischen 17jährigen Franco. Es entsteht ein fantasievolles, fiktives und zugleich auch authentisches Bild der Römer Stricherszene Anfang der 1980er Jahre.

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    Foto: OSTKREUZ

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2015
    Buch/Regie/Kamera
    Maik Reichert

    „Ostkreuz“ ist die bekannteste und erfolgreichste Fotoagentur in Deutschland. 1990 von Fotografen aus der ehemaligen DDR gegründet, sind heute 20 Fotografen aus Ost und West in der Agentur organisiert. Alle haben unterschiedliche Arbeitsweisen und Auffassungen, aber eines vereint sie: humanistische Weltsicht und engagierte Dokumentarfotografie. Maik Reicherts Film beleuchtet sieben sehr verschiedene Fotografen und zeichnet in sorgfältigen Portraits ihre gemeinsame Passion, Bilder zu machen. Im Zentrum stehen Ute Mahler und Werner Mahler, die in den Hamburger Deichtorhallen eine Werkschau aus 500 Bildern ausstellen. Genau wie die anderen Gründer, etwa Sibylle Bergemann und Harald Hauswald, haben sie vor 1990 bereits selbstständig fotografiert und das Leben der Menschen in der DDR dokumentiert. Harald Hauswald führt uns in diese Zeit zurück: mit seinen lebendigen Erinnerungen und seiner besonderen Schwarz-Weiß-Fotografie. Annette Hauschilds großes Thema ist die Heimatlosigkeit der Roma. Maurice Weiss fotografiert häufig im Bundestag. Bei der Bundestagswahl konnte er in der SPD-Zentrale am Wahlabend die ersten Ergebnisse dokumentieren. Auch Julian Röder bewegt sich im Feld der Politik: Er mischt sich bei Demonstrationen unter die Protestierenden und versucht, mit seinen Fotos Stellung zu beziehen. Linn Schröder zeigt ganz andere Grenzerfahrungen: die des eigenen Körpers. Sie exponiert sich am weitesten im privaten Bereich. Alle Fotografen gehen an Grenzen, ob an politische, physische oder imaginäre. Der Dokumentarfilm kommt seinen Protagonisten ganz nahe und zeigt, wie unsere Bilderwelt von dieser engagierten zeitgenössischen Fotografie geprägt wird. Er ist auch ein Dokument davon, wie wichtig genaues dokumentarisches Arbeiten heute sein kann.

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    fucking different

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2005
    Buch/Regie
    Eva Bröckerhoff, Jürgen Brüning, Michael Brynntrup, Martina Minette Dreier, Juana Dubiel, Undine Frömming, Isabella Gresser, hollyandgolly, Heidi Kull, Markus Ludwig, Peter Oehl, Nathalie Percillier, Kristian Petersen, Jörg Andreas Polzer, Michael Stock, Waltraud M. Weiland, Ades Zabel

    Sonntagmorgen im Bett. Ein lesbisches Paar fantasiert: „Wie wärst Du, wenn Du ein schwuler Typ wärst?“ -- „Dann wär´ ich so´n richtiger Kerl…“ Das Gedankenspiel geht weiter, doch schnell kommen Fragen auf: „Meinst Du, die spülen sich vor dem Sex den Darm aus? Und zieht man einen Cockring eigentlich über einen steifen oder schlaffen Schwanz?“ Um Sex, Liebe und viel viel mehr drehen sich die 15 Kurzfilme, die fucking different versammelt. Von der plötzlichen Lust beim Tennisspiel bis zum Besuch im Penismuseum von Rejkjavik -- diese Filme erzählen Lesben alles, was sie schon immer über Schwule wissen wollten und verrät Schwulen noch längst nicht alles über Lesben. Die Titel: Martina; BLUE BOX BLUES; Der Hammer; Mit Herz; Der andere Planet; Sternenstaub verloren…; Die Fahrradbotin; Motorcycle In Love; Schwule Elfen; calling an ocean; Who Is Afraid Of?; Geile Sau; Pracht; Melancholy Rose Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    fucking different Tel Aviv

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2008
    Buch/Regie/Kamera/Schnitt
    Yair Hochner, Avital Barak, Stephanie Abramovich, Elad Zakai, Eran Koblik Kedar, Ricardo Rojstaczer, Nir Ne'Eman, Hila Ben Baruch, Yossi Brauman, Sivan Levy, Eyal Bromberg, Anat Salomon, Sie Gal, November Wanderin, Yasmin Max

    Tel Aviv -- das ist die heißeste Stadt für Lesben und Schwule am Mittelmeer. Tel Aviv, das bedeutet Lebenslust, Party, Sex, aber auch Alltag, Politik und Bedrohung. 16 schwule und lesbische Filmemacher berichten uns vom aufregenden Leben und Lieben in dieser Stadt. Wie schon bei „fucking different“ wurden lesbische Filmemacherinnen aufgefordert, ihre Vorstellungen und Beobachtungen zur schwulen Erotik und Sexualität zum Thema zu machen, wie auch umgekehrt schwule Filmemacher gebeten wurden, sich mit dem lesbischen Leben in der israelischen Metropole zu beschäftigen. Alle Themen, Genres und Erzählformen waren erlaubt, allein Länge und Filmformat waren vorgegeben. Herausgekommen ist dabei eine Mischung aus Dokumentar-, Experimental- und inszenierten Filmen zu einem breiten und ausgesprochen unterhaltsamen Themen­spektrum. Das könnte leicht zu einer einzigen Aneinanderreihung von Klischees, Vorurteilen und stereotypen Beschreibungen führen, doch die Produktionen der Filmemacher vermeiden diese Gefahr von Anfang an. Geistreich, schlau und ausgesprochen sexy, bieten die Filme dieser Kompilation außergewöhnliche Eindrücke von der weiblichen und männlichen Sexualität und Erotik. Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    Good Boys

    Ort
    Israel
    Jahr
    2004
    Buch/Regie/Kamera/Produktion
    Yair Hochner

    Der 17jährige Meni liebt modische Kleidung, er hat eine eigene Wohnung und ist von den schönen Dingen des Lebens durchaus angetan. Seinen Lebensunterhalt finanziert er sich selbstbewußt als Callboy. Eines Abends bestellt ihn ein Kunde zusammen mit einem anderen Stricher zu sich nach Hause, um sie beide beim Sex zu beobachten. Dabei funkt es zwischen den Jungs unerwartet. Sie verbringen auch den Rest der Nacht zusammen und versprechen am Morgen, sich wieder zu treffen -- doch ihr Alltag als Stricher erschwert das erneute Zusammenkommen. Und dann fällt Tal auf einen Cop herein, der ihn nach dem Sex in seiner Wohnung einsperrt, um mit ihm als Sexsklaven für Politiker Geld zu verdienen. Doch nach qualvollen Stunden gelingt Tal die Flucht, und er macht sich auf die Suche nach Meni. Bei dem ist zwischenzeitlich seine ehemalige Frau aufgetaucht, um das gemeinsame Baby bei ihm abzugeben, weil die Drogenabhängige im Großbordell Geld verdienen muß und dort keine kleinen Kinder geduldet werden. Auch Meni macht sich mit einem Kumpel und dem Baby auf die Suche nach Tal.

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    The Happy Sad

    Ort
    USA
    Jahr
    2013
    Regie
    Rodney Evans

    Zwei junge Paare in Brooklyn, New York: Marcus und Aaron sind seit sechs Jahren zusammen. Ihre Liebe scheint gefestigt, auch wenn beide Partner bisweilen gerne mit anderen Männern flirten. Nachdem der vage Beschluß gefaßt wurde, die Beziehung etwas zu öffnen, läßt sich Aaron mit dem jungen und betörend charmanten Musiker Stan ein. Dieser wurde soeben von seiner Freundin, Annie, sitzengelassen -- angeblich wegen einer Frau. Als Marcus feststellen muß, daß für seinen Lebensgefährten Stan doch mehr zu sein scheint als eine gelegentliche Fickgeschichte, wird die Beziehung der beiden auf eine harte Probe gestellt. Und Stan muß sich entscheiden: will er mit einem Mann zusammen sein? Oder zu der Frau zurückkehren, die er auch liebt. „The Happy Sad“ ist ein vielschichtiges Großstadtdrama, in dem sich die Leben zweier Paare auf enge Weise miteinander verflechten. Und sich moderne Twentysomethings die Frage stellen müssen: was ist mehr wert, ein aufregendes Leben oder eine Beziehung?

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    The Invisible Men

    Ort
    Israel/Niederlande
    Jahr
    2012
    Regie
    Yariv Mozer

    Drei schwule Palästinenser sind vor ihren Familien geflohen sind und halten sich jetzt illegal in Tel Aviv auf: Louie, 32, der sich seit acht Jahren in Tel Aviv versteckt; Abdu, 24, der in Ramallah geoutet wurde und daraufhin von den palästinensischen Sicherheitskräften der Spionage beschuldigt und gefoltert wurde und von Faris, 23, der von der West Bank nach Tel Aviv vor seiner Familie floh, die ihn töten wollte. Um zu überleben, suchen sie Asyl in Drittländern, jenseits von Israel und ihrer Heimat Palästina. Yariv Mozers Dokumentarfilm erzählt erschütternde, aber auch Mut machende Geschichten über einen Aspekt des Nahost-Konflikts, der so noch nie thematisiert wurde und der auch vielen Bewohnern der Region verborgen bleibt.

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    Kawa

    Ort
    Neuseeland
    Jahr
    2011
    Regie
    Katie Wolfe

    Nach einem Buch von Witi Ihimaera („Whale Rider“): Eine ungewöhnliche Coming-Out-Geschichte in einem stimmigen Setting. Auckland, neuseeländischer Mittelstand, glückliche Familie, schönes Haus. Kawa (Calvin Tuteao) ist ein stolzer Ehemann und Vater, erfolgreich im Beruf, ein Mann, der alles hat. Bald soll er, ganz dem kulturellen Erbe einer Maori-Familie verpflichtet, die Führung der (Groß-)Familie übertragen bekommen. Doch so einfach ist das alles natürlich nicht, denn: Kawa hat auch ein Geheimnis, er sucht gerne Badehäuser auf, und das nicht zum Schwitzen, nein: er steht auf Männer. Er hat auch einen Geliebten, einen smarten jungen Schauspieler (Dean O'Gorman). Natürlich läßt sich das Geheimnis nicht verbergen, denn eines Abends werden die beiden von Kawas Mutter beobachtet, wie sie sich küssen. Die Konsequenz: Kawa soll aus seiner Familie verstoßen werden. Doch gibt es wirklich nur diesen einen Weg? Kann es keine Versöhnung zwischen Althergebrachtem und Moderne geben? Die Familie ist gezwungen, wieder zusammenzufinden und mit sich ins Reine zu kommen. Aber wie wird das allen Beteiligten gelingen? Vor der überwältigenden Küstenkulisse der neuseeländischen Nordinsel entfaltet sich ein beeindruckendes und sinnliches Drama.

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    Latin Boys Go To Hell

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/Spanien
    Jahr
    1997
    Regie
    Ela Troyano

    Ela Troyanos Spielfilm „Latin Boys Go To Hell“ ist ein wildes Melodram über die Leiden junger Latinos im tiefsten Brooklyn. Frühe Liebe, frühes Leid, Verlust der Unschuld: Der junge Justin lebt bei seiner Mutter und arbeitet in Manhattan als Assistent für die Fotografin Monica, die Aktaufnahmen von jungen Latinos macht. Wegen Schwierigkeiten mit seiner Familie zieht Justins heterosexueller Cousin Angel bei ihnen ein, und Justin verliebt sich widerstrebend, aber unweigerlich in Angel. Denn Angel ist das, was Justin nicht zu sein glaubt: gutaussehend, smart, sexy. Aus Frust läßt er sich kurz mit dem Sexbomber Carlos ein, dessen Freund Braulio in Rage gerät und auf Rache sinnt. Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    Life Is A Moment

    Ort
    Indien/Norwegen
    Jahr
    2015
    Regie
    Tonje Gjevjon, Sanjay Sharma

    Aryan, ein Pakistani, der diesen Namen nur zur Tarnung trägt, liebt seine Schöne heiß und innig. Jedenfalls manchmal. Und vor allem, weil er sie schon in kurzer Zeit heiraten soll. Aber er steht auch auf Männer und wird von diesen heiß begehrt mit seinem jungenhaften Gesicht und seinem virilen Körper. Also was nun? Da man mit norwegischen Partnern Geschäfte machen will, verlegt die Familie die Verlobungsfeier kurzerhand dorthin. Aryan kommt schon ein paar Tage früher als der Rest der Familie an und stürzt sich sofort ins Nachtleben. Ein hübscher Inder namens Ashley bietet ihm seine sexuellen Dienstleistungen an, aber Aryan lehnt ab und heuert dafür Ashley drei Tage als persönlichen Assistenten. Diese Assistenz besteht vor allem in der Einführung Aryans in die örtliche Queer-Szene, wo er lernt, daß Ehen unter Frauen durchaus nichts Ungewöhnliches sind in Norge. Nun platzt aber die Verlobte in das frivole Geschehen, und da kommt Aryan ins Stottern. Nicht nur daß ja der Name nicht stimmt, auch das ganze Drumrum sei nur gespielt -- was die neuen Freundinnen und Freunde natürlich gar nicht gutheißen. Denn schließlich muß man sich ja nicht verstecken, nur weil eine andere Kultur das so verlangt. Aryan versteht diese Botschaft schließlich und outet sich bei der Verlobung als schwul. Riesenkrach, Papa bestreitet, daß es auch nur einen pakistanischen Homo gebe. Epilog: Aryan und seine Verlobte sind doch zusammen, sie führen ein Restaurant. Und Aryan heiratet seinen Ashley -- und die Mutter und ganz viele Familienmitglieder sind angereist (nicht der Papa, der braucht noch etwas Zeit). Happiness und Akzeptanz allerorten. Ein Bollywood-Melodram im norwegischen Outback mit queerem Hintergrund! Das hat es so noch nicht gegeben, und es war Zeit dafür. Eine stilsichere Kopie des Genres, gut gemacht, mit den Vorbildern entsprechenden willkürlichen Wendungen und mitreißenden Songs. Und einem tollen Motto: alles wird gut!

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    Lilies

    Ort
    Kanada
    Jahr
    1996
    Regie
    John Greyson

    Im Frühjahr 1952 wird Bischof Bilodeau in ein Gefängnis geschickt, um Simon Doucet, einem kranken Gefangenen, die Beichte abzunehmen. Doucet berichtet dem Bischof vom sexuellen Erwachen und den ersten homosexuellen Erfahrungen dreier Heranwachsender im Jahr 1912. Als er die Namen erwähnt, erkennt der Bischof mit Bestürzung seine eigene Geschichte. Und plötzlich verändert sich das Innere des Gefängnisses zu einer Art Theater. Bilodeau wird in den Beichtstuhl eingesperrt. Durch das Gitter wird er Zeuge eines gespenstischen Schauspiels, das entscheidende Momente im Leben Simons vor 50 Jahren vorführt. Damals war Doucet so unsterblich in Vallier, Sprößling einer kauzigen Hotelbesitzerin, verliebt, daß er bereit war, mit seinem Vater wie auch mit allen bürgerlichen Konventionen zu brechen und für Vallier sogar seine reiche Verlobte zu verlassen. Bischof Bilodeau wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Denn er war es, der diese Liebe seinerzeit nicht ertragen konnte und sich in ein schreckliches Verbrechen verwickeln ließ. Doch nun, eingesperrt wie ein Gefangener, muß er um sein Leben fürchten… „Lilies“ ist ein pop-artiges Happening: das christliche Leiden kommt schmachtend daher, die Liebe ist der Heiligkeit gleich und reines Verlangen, steuert das Verhalten im ewigen Kampf gegen die herrschenden Normen der Wohlanständigkeit. „Lilies“ wurde mit vier kanadischen Filmpreisen, dem „Genie Award“, ausgezeichnet, unter anderem als bester Film des Jahres. Beim San Franciso International Gay And Lesbian Film Festival erhielt „Lilies“ den Publikumspreis.

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    love, peace and beatbox

    Ort
    bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2007
    Buch/Regie/Schnitt
    Volker Meyer-Dabisch

    Zischen, Zirpen, Knistern, Knarren, Quietschen, Gluckern, Wummern oder ein schlichtes Plopp -- es gibt kein Geräusch, das ein Beatbox-Crack nicht mit seinem Mund nachmachen könnte. Beatboxing oder Mouthdrumming gilt nach Rap, DJing, Breakdance und Graffiti als das fünfte Element des Hip-Hop. Wie in vielen anderen Großstädten hat sich auch in Berlin in den letzten Jahren eine vielschichtige Szene entwickelt. Zu ihr gehört 4xsamples. Sie sind die amtierenden Vizeweltmeister im Teambattle und gehören zu den populärsten Bands der Republik. Die von DJ Mesia, BeeLow und dem 2003 ermordeten Maxim erfundene Beatboxmeisterschaft ist mittlerweile bis nach Australien exportiert worden. 2006 begann der Filmemacher Volker Meyer-Dabisch die Protagonisten der Berliner Beatbox-Szene bei ihren Auftritten, im Studio und beim Proben zu beobachten. In seinem Film „love, peace & beatbox“ stellt er jetzt die wichtigsten Protagonisten der Szene vor, läßt sich ein in ihren Kosmos der Töne, Rhythmen und Geräusche, lauscht ihrer Kunst und erklärt dem Publikum die Beatbox-Welt. Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    Mein Sommer mit Mario

    Ort
    Argentinien/Spanien/Frankreich
    Jahr
    2009
    Buch/Regie
    Julia Solomonoff

    La Boyita, ein kleiner Wohnwagen, war für die beiden Schwestern Luciana und Jorgelina schon immer ein Rückzugsort, ein magisches Versteck zum Spielen und Beichten von Geheimnissen. Als Luciana in die Pubertät kommt, entzieht sie sich ihrer jüngeren Schwester Jorgelina allerdings immer mehr. So kommt es auch, daß sie das erste Mal in den Ferien getrennte Wege gehen. Während die Ältere mit ihrer Mutter an den Strand fährt, verbringt Jorgelina mit ihrem Vater den Sommer auf einer Ranch auf dem Lande. Dort entwickelt sich zwischen ihr und Mario, einem einheimischen Bauernjungen, eine enge Freundschaft, die von einem wichtigen Geheimnis überschattet wird: eines Tages entdeckt Jorgelina einen Blutfleck auf Marios Sattel und einen anderen an seiner Hose. Jorgelina versucht zu verstehen: warum ist Mario nicht so wie anderen Jungen sind? Ein stimmungsvoller Film über das Erwachsenwerden und über sexuelle Identität. Die Natürlichkeit seiner jungen Laiendarsteller verleiht den wechselnden Gemütslagen von Unsicherheit, Heimlichkeiten und Entdeckungen eine große Glaubwürdigkeit.

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    Mein süßer kleiner Arsch

    Ort
    Schweiz
    Jahr
    1997
    Buch/Regie/Kamera
    Simon Bischoff

    Herren im Ruhestand haben sich in die marokkanische Hafenstadt Tanger zurückgezogen, um hier Sonne, Meer, Leben, Liebe und Sex zu genießen -- schwulen Sex. Es ist Morgen in Tanger: Gymnastik für Jean Neuenschwander, einst Postangestellter, Hoteldirektor, heute Pensionär und Hauptperson dieses Films. In Tanger hat er sich mit 51 Jahren niedergelassen, um einen sorglosen Ruhestand in Luxus zu genießen. "Mein süßer kleiner Arsch" ist die Chronik seines Intimlebens, von dem Neuenschwander gerne und ausschweifend erzählt, gelegentlich obsessiv in seiner Detailtreue. Am liebsten schildert er seinen ersten schwulen Sex, seine sexuellen Vorlieben, die Vorzüge und Annehmlichkeiten marokkanischer Ärsche, die Genüsse eines frivolen und gesunden Lebens. Simon Bischoff baut seinen Film rund um Jean Neuenschwander auf und zeichnet -- von dessen Geschichte ausgehend -- ein differenziertes Bild der Schwulenszene von Tanger. Ob es ein Sitten- oder ein Unsittengemälde dieser Welt ist, läßt Bischoff offen. Und genau das ist die Stärke des Films: akribisch, fast ethnografisch leuchtet er die provokative, unangepaßte Biederkeit des spätgeouteten Saubermanns aus. Und überläßt das Urteil anderen.

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    Meine Daten und ich

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2008
    Buch/Regie
    Philipp Eichholtz

    Immer mehr Menschen unseres demokratischen Staates sehen eben diesen zu einem Überwachungsstaat heranwachsen. Gesetze zur Terrorbekämpfung werden verabschiedet, um uns zu schützen. Wie weit aber darf dieser Schutz gehen? Ist im Namen der Terrorbekämpfung alles erlaubt? Onlinedurchsuchungen, Vorratsdatenspeicherung von Telefon- und Internetverbindungen, Scoring-Punkte im Bankensystem, Überwachungskameras und –mikrofone auf öffentlichen Plätzen und in Läden und allen voran das neue BKA-Gesetz, angestoßen vom derzeitigen Innenminister Wolfgang Schäuble, lassen uns nachdenklich werden, was mit unseren Daten wirklich passiert. Denn nicht nur die Daten terrorverdächtiger Personen werden gespeichert, sondern Informationen über jeden von uns. Aktuell stellt sich zudem immer mehr die Frage, was in diesem Zusammenhang "Sicherheit" unserer Daten noch bedeuten kann, wenn immer wieder Informationen über unsere Bankverbindungen und Kontobewegungen auf entsprechenden Schwarzmärkten zu erwerben sind. Was kommt als Nächstes? Mit "Meine Daten und Ich – Sicherheit in Deutschland" wird diese brisante Problematik erstmals filmisch thematisiert. Der fiktive Filmemacher Axel Ranisch sucht nach Antworten bei unterschiedlichen Politikern (Wolfgang Bosbach, Wolfgang Wieland) und Gruppierungen -- und stößt mehr und mehr beruflich wie privat an seine Grenzen. Ein witzige und geistreiche Untersuchung über schleichende Veränderungen in unserer Gesellschaft, über hilflos hingenommene Skandale und über die Frage: Wie weit darf der Staat eigentlich gehen?

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    Miss Kicki

    Ort
    Taiwan/Schweden
    Jahr
    2009
    Regie
    Håkon Liu

    Miss Kicki (Pernilla August) reist nach langer Abwesenheit von Schweden mit ihrem 17jährigen Sohn Viktor (Ludwig Palmell) nach Taiwan, um sich ihm wieder zu nähern. Tatsächlich möchte Sie aber ihre Internetbekanntschaft Mr. Chang persönlich kennenlernen. Viktor ist frustriert über seine „Alibifunktion“ und beginnt allein durch Taipei zu steifen, bis er Didi (He Huang) trifft – einen gleichaltrigen Jungen aus Taiwan-, der ihm nicht mehr von der Seite weicht…

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    On Our Way To Hollywood

    Ort
    USA
    Jahr
    1995
    Regie
    James Keegan-Sommers

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    Pierrot Lunaire

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/Kanada
    Jahr
    2014
    Buch/Regie
    Bruce LaBruce
    Regieassistent
    Yotam Ishay

    Inspiriert durch den gleichnamigen Gedichtszyklus von Alberd Giraud und dessen Vertonung durch Arnold Schönberg, entwirft Bruce LaBruce eine Geschichte um eine junge Frau, die sich regelmäßig wie ein Mann kleidet und sich in ein junges Mädchen verliebt. Der „Junge“ entwickelt einen abenteuerliche Plan, um dem Vater seiner Geliebten seine „Männlichkeit“ zu beweisen. 1912 bat die Schauspielerin Albertine Zehmke den Komponisten Arnold Schönberg, einen Teil des Gedichtzyklus PIERROT LUNAIRE, verfaßt von Albert Giraud, zu vertonen: Schönberg arrangierte 21 der ca. 50 Gedichte zu einer Komposition für fünf Musiker und eine Sängerin. Es wurde eines seiner innovativsten Musiktheaterstücke. 2011 bat der Dirigent Premil Petroviç Bruce LaBruce, PIERROT LUNAIRE mit Susanne Sachsse in der Hauptrolle zu inszenieren. Das Konzept dieser Bühnenversion beruht auf Schönbergs Idee des Cabarets: eine Traumwelt, erfüllt von „dekadentem Verlangen, Schuld, Angst und Rausch“ gespickt mit Horrorszenarien und ironisch-satirischem Humor. 2013 holt LaBruce seinen PIERROT LUNAIRE auf die Straßen Berlins und verfilmt eine dunkle Geschichte der Sehnsucht, der Liebe und der Transgression. Der Soundtrack des Films ist Petroviçs Neuinterpretation von Schönbergs melodramatischem Musical, gesungen von Susanne Sachsse. Auf einer wahren Geschichte beruhend, ist LaBruces PIERROT LUNAIRE die angemessen radikale queercore-Version eines der innovativsten Stücke atonaler Musik. Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin Gewinner des Gay Teddy Bear Award 2014

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    Policeman

    Ort
    Israel
    Jahr
    2011
    Buch/Regie
    Nadav Lapid

    Ein ganzer Mann ist das, Yaron, dieser Polizeimann, der mit seinen Kollegen, die schon längst seine eingeschworenen Freunde sind, den Berg hinaufstrampelt zu einem Aussichtspunkt, wo sie dann ihre Namen rufen und das Echo genießen. Er ist ein Polizeikämpfer, wie er sagt, einer in grüner Uniform und dem nicht seltenen Auftrag zu töten. Am liebsten Araber, denn die machen nur Ärger und um sie ist es sowieso nicht schade. Darauf ist er stolz, auf dieses Können, diesen Auftrag, stolz auf seine Waffe, seinen Körper, seine Frau, die kurz vor der Geburt eines Kindes steht. Stolz auch darauf, den Kollegenkumpel, der an Krebs erkrankt scheint, zur Therapie begleiten zu können, ein Kollege, der die Verantwortung für Tötungen übernimmt, wegen derer eine Anklage vorliegt, aber einen kranken Mann wird man nicht verfolgen. Schnitt, es beginnt eine ganz andere Geschichte, mit einem Blick in die Sonne. Eine Gruppe junger Leute beschießt einen Baum, später diskutieren sie über die Notwendigkeit, diese verkommene Gesellschaft mit ihren extremen Gegensätzen zwischen reich und arm mit Gewalt anzugreifen. Und gegebenenfalls auch durch Gewalt zu sterben. Sie haben einen Messias, die jungen Leute, einer, den „alle lieben“, wie es heißt, der intellektuelle Anführer, der jedoch das Reden einer jungen Frau überläßt. Sie planen etwas Großes, und sie sind gewillt, dafür zu sterben. Eine Hochzeit in Jerusalem, die Superreichen unter sich. Und plötzlich gehen die beiden Geschichten zusammen, die jungen Leute kidnappen den Ehemann in spe, dessen Vater und Mutter, die Gattin geht freiwillig mit. Gezielt wird jemand erschossen, und gezielt sollen nun die Polizeikämpfer die Kidnapper eliminieren. Denn Stützen der israelischen Gesellschaft sind in ihrer Gewalt. Wo Gewalt herrscht, kann nur Gewalt weiterführen. Was für ein Film! Die Kameraführung, großartig, die Erzählweise mit ihrer Beiläufigkeit ist mehr als beeindruckend, die Wendungen, die das Drehbuch nimmt mit sehr guten Beobachtungen und Ideen. Ein Erstlingsfilm noch dazu. Hier zeigt sich ein großes Talent. Kinovertrieb: barnsteiner-film

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    Saudade -- Sehnsucht

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/Brasilien
    Jahr
    2003
    Produzent/Buch/Regie
    Jürgen Brüning

    Cyrus, Tim und Erik waren während der Schulzeit eng befreundet und machten gemeinsam Hip-Hop-Musik. Nach dem Abitur sind sie verschiedene Wege gegangen. Tim träumt immer noch von Musik, Erik hat sich mit Aktien verspekuliert. Cyrus engagierte sich in der Dritte-Welt-Politik. Nach Jahren nimmt Cyrus Kontakt zu den beiden auf, um sie für einige Monate nach Brasilien in das Haus seines Vaters einzuladen. Tim und Erik nehmen gerne an. Gemeinsam gehen sie schwimmen, segeln und albern halbnackt vor einer Webkamera herum, um nebenbei etwas Geld zu machen. Das Haus des Vaters liegt abseits eines kleinen Dorfes direkt am Meer. Maria, die brasilianische Haushaltshilfe, versorgt halbtags den Haushalt. Konflikte treten auf, als die Kunden aus dem Internet immer fordernder werden und mehr Sex von den Jungs sehen wollen. Sie diskutieren, wieweit sie gehen wollen. Erik, der wegen seiner Aktienspekulationen das Geld am dringendsten braucht, ist auch bereit, am meisten zu zeigen. Cyrus, versorgt durch seinen Vater, will sich nicht zu irgendetwas zwingen lassen. Tim hat eigentlich nur Interesse für Musik. Innerhalb der Gruppe fängt es an zu bröckeln, und jeder zieht sich zunehmend zurück. Erik hängt dauernd vor dem Fernseher. Er schaut sich brasilianische Telenovelas an. Eine hat es ihm besonders angetan, da ein gutaussehender Schwarzer die Hauptrolle spielt, in den er sich verguckt hat. Cyrus und Erik geraten aneinander, als Cyrus Erik seine Passivität vorwirft und ihm versucht, die politische Lage der Armen in Brasilien zu verdeutlichen. Erik hält Cyrus für einen Salonrevoluzzer. Maria vermutet, daß die Jungs schwul sind. Maria arbeitet gerne für die drei, da diese keine großen Forderungen stellen. Für sie sind sie typische Gringos, die ihren Spaß haben wollen. Erst als Cyrus sie über ihre Situation und ihr Land belehren will, stellt auch sie Cyrus Motive in Frage. Für Erik werden die Ereignisse dramatischer, als er eines Abends in einer Disko einen Brasilianer kennenlernt und mit ihm für einen kleinen Fick an den Strand geht. Um die Jungs ihrer Kultur vielleicht näher zu bringen, lädt Maria Tim und Cyrus zu einem „Umbanda“-Ritual ein. Beide sind aus unterschiedlichen Gründen davon fasziniert. Sie erzählen Erik begeistert davon. Bei seinen Einkäufen in der Stadt trifft Erik zufällig den Schauspieler Miguel, den er aus der Telenovela kennt. Nach anfänglichen Mißverständnissen verabreden sich die beiden und kommen sich bei einer Bootsfahrt näher. Langsam entwickelt sich eine zarte Liebe. Cyrus sucht nach seinen Ursprüngen in Brasilien. Tim trifft eine Rapband. Werden die drei zusammenbleiben?

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    Schnupfen im Kopf

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2010
    Produzentin/Regie/Buch
    Gamma Bak

    Psychose. Eine Krankheit, die nicht heilbar scheint, eine Diagnose, die das Leben der Betroffenen buchstäblich auf den Kopf stellt. Nichts ist mehr, wie es war, an Aufenthalte in der Psychiatrie schließt sich eine oft lebenslange Abhängigkeit von Medikamenten an, deren Nebenwirkungen gravierend sein können. Über die Krankheit zu sprechen ist ein Tabu -- denn wer erklärt sich schon freiwillig für verrückt? Die selbst betroffene Autorin und Regisseurin Gamma Bak hat es zum ersten Mal überhaupt gewagt, über die diversen Stadien ihrer Krankheit einen autobiografischen Film zu drehen. Entstanden ist ein extrem intimes und faszierendes Selbstporträt, das nicht nur einen Einstieg in das komplexe Thema bietet, sondern auch einen direkten Einblick in das Ringen mit der Diagnose „Psychose“ und der damit verbundenen Stigmatisierung erlaubt. Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    The Secret Ingredient oder: Die Würze des Wesens

    Ort
    Israel
    Jahr
    2013
    Buch/Regie/Kamera/Schnitt
    Dror Shostak

    Warum schmeckt indisches Essen immer so gut? Und warum geht es den Indern seelisch so gut, obwohl sie oft bettelarm sind? Vier Freunde wollen es wissen und reisen auf den Subkontinent auf der Suche nach dem „wahren Geist“. Sie lernen dabei viel über ihre eigene Identität und ihre Herkunft und treffen auf berühmte Gurus und Heiler, von Sri Sri Ravi Shankar bis zu Amma, die die Menschen mit ihren Umarmungen glücklich macht. Und: sie lernen alles über Gewürze! „The Secret Ingredient oder: Die Würze des Wesens“: Eine kulinarische Reise in die Welt der Seele und des besseren Lebens.

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    Solos

    Ort
    Singapur
    Jahr
    2007
    Regie/Kamera
    Kan Lume, Loo Zihan

    Ein elegant gestyltes Porträt der vergehenden Beziehung eines schwulen Paares und der Liebe einer Mutter, die fürchtet, daß ihr Sohn nie wieder zu ihr zurückkehren wird. Boy lebt seit einiger Zeit mit Man zusammen. Dem Teenager-Alter entwachsend langweilt sich Boy in der Beziehung und begibt sich auf die Suche nach neuen sexuellen Erfahrungen. Man beginnt sich mit der Realität des Älterwerdens abzufinden. Er hat Angst, in ein Leben der Einsamkeit zurückzukehren und versucht, die wachsende Unruhe seines jungen Liebhabers zu akzeptieren, scheitert damit jedoch. Die Mutter von Boy hat gerade eine Augenoperation überstanden. Ihr körperliches Unwohlsein ist nichts im Vergleich zu der emotionalen Belastung durch ihre Einsamkeit. Sie entwickelt eine Vorliebe für neue Haushaltsgeräte, um ihre Depression zu mildern und beginnt zu kochen und zu Haushalten in der Hoffnung, ihr Sohn könnte nach Hause zurückkehren, um mit ihr zu leben. Wenn er sie gelegentlich besuchen kommt, haben sie sich wenig zu sagen, und der Abstand zwischen den beiden vergrößert sich zusehends. Das Zögern der Mutter, das von Boy gewählte Leben zu akzeptieren, führt zu enormen Schwierigkeiten, mit ihm zu kommunizieren. Im Zustand ihrer Frustration erlebt sie sich als Fliehende -- fliehend in eine andere Welt voll Fantasie und Erinnerung nach der Schönheit der Jugend und ihrem Wunsch, geliebt zu werden. "Solos“ hat keine herkömmliche Erzählstruktur. Der Film ist ohne Dialoge, er vertraut auf starke Bilder und starken Ton, um seine Geschichte zu transportieren. Jede Szene in "Solos" ist gleichzeitig hoch stilisiert und schmerzhaft realistisch, das Schweigen zwischen den Charakteren ist symptomatisch für ihre emotionale Isolation. "Solos“ beweist, daß in Singapur auch tabubrechende Filme entstehen können. In einer Kleinstnation, in der Gemeinsinn, Gemeinwohl, Gemeinschaft alles sind, ist eine Beschwörung des Individualismus wie in „Solos“ ein Fanal und Affront. Das Land formal eine Demokratie, ist faktisch ein gelenktes Gemeinwesen ist, in dem jegliche Abweichung höchst verdächtig ist -- und in dem es dennoch viele Quer- und Weiterdenker gibt, die hoffen, daß eines Tages nicht nur westliche Kultur von ihren Mitbürgern verehrt wird, sondern auch westliches Denken.

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    The Stranger In Us

    Ort
    USA
    Jahr
    2010
    Buch/Regie/Ausführender Produzent
    Scott Boswell

    San Francisco, die Stadt der sexuellen Freiheit, pulsierendes Nachtleben, das Meer – ein Ort der Sehnsucht. Dies ist die Geschichte von Anthony, Stephen und Gavin, dreier junger Männer auf der Suche nach Liebe, Glück und Freiheit. Anthony folgt Stephen, dem erfolgreichen Innenarchitekten, aus Liebe nach San Francisco. Kennen- und lieben gelernt haben sich die beiden in einer Western-Bar in der Einöde Virginias. In der Stadt am Pazifik will er ein Zuhause und Sicherheit finden, und er möchte als Schriftsteller arbeiten. Doch das Leben in der Schwulenmetropole ist alles andere als einfach. Das Leben ist teuer, und statt im angesagten Castro-Viertel findet er nur im heruntergekommenen Tenderloin District eine Unterkunft. Zudem stören Stevens Depressionen und Gewaltausbrüche zusehends die Illusion einer glücklichen Beziehung. Ziel- und planlos läßt sich Anthony auf die Nächte der Großstadt ein. Dabei begegnet er dem jugendlichen Streuner Gavin, der sich als Stricher verdingt, und mit ihm gerät er in eine Welt aus flüchtigem Sex, Drogen und Gewalt. Hin- und hergerissen zwischen Orten, Wünschen und Idealen kämpft Anthony um die Erfüllung seiner Träume. Wird er bei seiner Suche mehr finden als das Fremde in sich? „The Stranger In Us“, ein leiser, berührender Film mit stimmungsvollen Aufnahmen und feinfühligen Dialogen und einem San Francisco, wie man es so nur selten sieht.

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    Stud Life

    Ort
    UK
    Jahr
    2012
    Buch/Regie
    Campbell X

    JJ hat eigentlich alles: sie kann sich eine Wohnung in London leisten, hat als Hochzeitsfotografin einen tollen, selbstbestimmten Job, und sie hat jede Menge Freunde in der angesagten queeren Szene der britischen Hauptstadt. Auch ihr bester Kumpel Seb, ein moderner schwuler Junge, könnte mit dem Leben zufrieden sein. Doch wie es eben so ist: auch Liebe gehört zum Leben, und so sind beide auf der Suche nach Traumprinzessin beziehungsweise Mann fürs Leben. Als JJ die superschöne Elle kennenlernt, könnte eigentlich alles klar sein. Aber: hätte eine Beziehung zwischen einer Butch-Lesbe wie JJ und der fem Elle wirklich eine Zukunft? Zumal Elle ihr Geld mit Dienstleistungen verdient, die von einer Partnerin ziemliche Toleranz verlangen. Und Seb? Der blonde Kleindealer Smack Jack streicht zwar ständig um ihn herum, ist aber eigentlich überhaupt nicht sein Typ, denn Seb hätte gern, daß ihn seine Internetbekanntschaft mit dem finsteren Blick, Manchester Joe, mal so richtig rannimmt. Wird sich Liebe durchsetzen -- auch gegen alle Klischees? Absolutely sexy: „Stud Life“ ist ein moderner, bunter, kantiger britischer Film jenseits aller üblichen Bilder von jungen Lesben und Schwulen. Campbell X inszeniert eine unbeschwerte Erzählung über Gender, Sexualität und das Leben von jungen Leuten in der Großstadt -- eine wunderbare Geschichte von Liebe und Freundschaft.

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    Tagaytay

    Ort
    Philippinen
    Jahr
    2008
    Produzent/Regie
    Adolfo Borinaga Alix jr.

    JP und William sind Freunde seit ihrer Jugend, und sie waren einmal ein Paar. Ein schönes Paar. Nach Jahren treffen sie sich wieder in einem traumhaften Landhaus an einem der schönsten Orte Asiens, in Tagaytay. Die beiden sind nun erwachsen, einer der beiden ist auch verheiratet. Sie versuchen zwar, ihre Lust aufeinander im Zaum zu halten, doch bald schon brechen sich die immer noch vorhandenen Gefühle der beiden ihren Bann.… und es beginnt eine Liebesnacht voller Leidenschaft. In traumhaften Bildern und mit zwei betörenden Darstellern erzählt der philippinische Regisseur Adolfo Alix eine gefühlvolle Geschichte von Liebe, Leidenschaft und Begehren.

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    Tan Lines

    Ort
    Australien
    Jahr
    2006
    Buch/Regie/Kamera/Produktion
    ED

    Tan Lines erzählt die Geschichte von Midget Hollows, Surfer, Teenager, Partygänger. Midget lebt in einer kleinen Küstenstadt. Sein bequemes Leben am Strand und mit Freunden wird auf den Kopf gestellt, als er sich in einen anderen Surfer verliebt. Es entwickelt sich ein Konflikt zwischen seinen Gefühlen und dem männlichen Gehabe in der Surferszene. Ganz abgesehen von dem merkwürdigen Job, den er bei der wunderlichen Miss McQuillan zu erledigen hat.

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    Trouble

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    1993
    Regie
    Penelope Buitenhuis

    Berlin zu Beginn der 1990er Jahre. Tausende junger Leute sind in die Stadt gekommen, um die neu entstandene Freiheit ausprobieren zu können. Im Osten tobt der Kampf um besetzte Häuser, und Kreuzberg erlebt politisch unruhige Zeiten. Zu den vielen, die sich in der Stadt ohne Mauern ein neues Leben aufbauen wollen, gehört die Kanadierin Jonnie. Sie ist jung, impulsiv und kann gut singen. Für ihre alte Heimat empfindet sie nur Verachtung. Den miesen Job als Bedienung in einer Besetzerkneipe macht sie gerne, solange sie gleichzeitig die Frontfrau der Band „Jellobelly“ sein kann. Für „Jellobelly“ und andere Bands ist das alternative „Rock House“ eine zweite Heimat. Doch eines Tages fällt das abbruchreife Haus Spekulanten in die Hände. Die Band ist vom Rauswurf bedroht. Und auch privat kommt Jonnies Leben ins Schlingern. Sie verliebt sich in den charmanten Alleskönner Erik, doch der fordert eine feste Beziehung, und das verträgt sich nicht mit ihrem Freiheitswillen. Zudem ist Erik in illegale Machenschaften verwickelt: er und seine Freunde wollen mit einem Piratensender ihre politischen Forderungen öffentlich machen. Nur wissen sie nicht, wo sie die teuren Sendeanlagen hernehmen sollen. Als jedoch Jonnie mitsamt Band den Reporter eines Lokalsenders kennenlernt,der in seinem Programm ein Livekonzert übertragen will, wittern Erik und seineFreunde die Chance: sie klauen kurzerhand den Ü-Wagen... Mit der charismatischen Yvonne Ducksworth, Sängerin der Kult-Band „Jingo deLunch“, Françoise Cactus (von „Stereo Total“) und Erdal Yildiz („Lola und Bilidikid“, „Barfuss“) ist „Trouble“ ein starker Szenefilm und zugleich ein Zeitdokument mit einem tollen Soundtrack.

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