Plakat Becoming Animal

Becoming Animal

Ort
Schweiz/UK
Jahr
2018
Produzentinnen
Cornelia Seitler, Brigitte Hofer, Rebecca Day, Sonja Henrici
Buch/Regie
Emma Davie, Peter Mettler
Kamera
Peter Mettler
Musik
Atom(TM), Thomas Tallis, Gregorio Allegri, Frank Bretschneider
Ton
Jacques Kieffer, Peter Bräker, Peter Mettler
Sounddesign und Mischung
Jacques Kieffer
Farbbestimmung
Patrick Lindenmaier
Mit
David Abram
Laufzeit
78 min.
Farbe
Farbe
Medien für öffentliche Aufführungen
DCP, BD PAL und DVD Code 0 PAL
Fassung
Originalversion (englisch) mit deutschen Untertiteln
FSK-Freigabe
ohne Altersbeschränkung
Kinostart
29. August 2019
Kinovertrieb
barnsteiner-film

Inhalt

Es ist eine Welt, in der die Lebewesen, die sie auf unendliche Weise bereichern, den Vortritt haben und in die wir uns behutsam einfühlen -- mal aus der Vogelperspektive, dann wieder ganz nah, unmittelbar mit den Sinnen erfassend, wie die Schnecke, die ihre Fühler tastend in die Umgebung streckt. Denn nur so, heißt es in „Becoming Animal“, lassen sich Beziehungen herstellen zwischen dem, was wir sind, und dem, was uns umschließt: Mensch und Tier, Raum und Zeit, Körper und Intuitionen. Gemeinsam mit dem Philosophen und radikalen Denker David Abram begeben sich die schottische Dokumentarfilmerin Emma Davie und ihr kanadisch-Schweizer Kollege Peter Mettler auf eine faszinierend sensorische Entdeckungsreise in die Natur, um den Zuschauer anhand von Beobachtungen und Reflexionen zurückzuführen an einen Punkt, der die Abhängigkeit und Rückwirkung zwischen menschlichen und animalischen Kräften erneut greifbar macht.

Auf Tuchfühlung mit Büffeln, Raben, heißen Quellen und rauschenden Wäldern kommen sie dabei zu erstaunlichen Einsichten und Ansichten über das Hier und Jetzt und dessen viele Vorgeschichten. (Bildrausch 2018, Basel)

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Mit seinem mehrfach ausgezeichneten Buch Im Bann der sinnlichen Natur, erschienen bei think-oya erlangte David Abram Kultstatus in der Ökologiebewegung. Kaum jemand zeigt so ermutigende Wege aus der inzwischen lebensbedrohlichen, selbstgezimmerten Isolation des Menschen gegenüber der Natur auf wie Abram. Inspiriert durch die Philosophie des Phänomenologen Maurice Merleau-Ponty und seine langjährigen Reisen als Taschentrickkünstler durch Südostasien, auf denen ihn intensive Naturerfahrungen und Begegnungen mit indigenen Schamanen prägten, entwirft er eine vollständig im Körper verankerte ökologische Philosophie.

Dabei ist für ihn der Körper keine mechanistisch-biologische Maschine, sondern das mit allen Sinnen wahrnehmende, lebendige Selbst, das unsere Sprache prägt und aus seiner Bezogenheit auf die lebendig atmende Natur heraus lebt. Mit seiner reichen, poetischen Sprache verlockt er zur sinnlichen Erfahrung einer sprechenden, fühlenden, beseelten und geheimnisvollen Natur und der Landschaft, in der wir leben. Diese innige körperliche Verbundenheit ist für ihn keine romantische Pose, sondern die Quelle für ökologisches und politisches Engagement.

Stimmen zum Film

Eine filmische Erfahrung, die gleichzeitig intellektuell und sensuell ist.
Dominic Schmid, Filmexplorer
So ist BECOMING ANIMAL nicht nur eine intensive visuelle und intellektuelle Anregung, sondern vor allem ein leidenschaftliches Plädoyer für die bewußte Wahrnehmung unserer Welt, in der nicht allein menschliche Maßstäbe gelten sollten.
Dörthe Gromes, Player
„Becoming Animal“ macht uns … bewußt, wie fern und fremd uns die Natur geworden ist – trotz oder gerade wegen der romantischen Überhöhung und Idealisierung.
Guido Kalberer, Tages-Anzeiger
„Becoming Animal“ ist bewußtseinserweiternd: Wir nehmen darin nicht nur die gezeigte Natur anders wahr, sondern auch uns selbst.
Thomas Bodmer, Züritipp
„Becoming Animal“ ist ein Gesamtkunstwerk: ein Essayfilm, eine Bild- und Toncollage, ein Philosophieseminar, ein humoristischer Film über das Filmemachen. Alles zusammen.
Brigitte Häring, srf.ch
Das „Nature Writing“ … hat im angelsächsischen Raum eine lange literarische Tradition. Davies und Mettlers filmische Interpretation paßt treffsicher in eine Zeit, in der die Menschheit ihr Verhältnis zu den anderen Spezies notwendigerweise neu justieren muß.
Silvia Hallensleben, epd film
(David Abrams) Kommentar über die Vermittlung zwischen der Wahrnehmung von Menschen und Tieren reibt sich mit beeindruckenden Naturaufnahmen und geht … faszinierende Verbindungen mit ihnen ein.
Esther Buss, film-dienst
Im Laufe des Films entwickeln die brillanten Aufnahmen einen immer stärker werdenden Sog.
film-rezensionen.de
Ein wohltuender, sensibilisierender, inspirierender Film.
Philipp Stadelmaier, Süddeutsche Zeitung

im Kino

Berlin

ab 29.08.2019
Tilsiter-Lichtspiele, Richard-Sorge-Straße 25a
22.09.2019
fsk, Segitzdamm 2
11.45 Uhr

Frankfurt am Main

ab 12.09.2019
mal seh´n, Adlerflychtstraße 6

Ingolstadt

ab 29.08.2019
Union, Josef-Ponschab-Straße 1

Nürnberg

ab 29.08.2019
Cinecittà, Gewerbemuseumsplatz 3