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Das Ende des Schweigens

Ort
Bundesrepublik Deutschland
Jahr
2020
Produzent/Regie
van-Tien Hoang
Buch
van-Tien Hoang, Holger Heckmann
Kamera
Tim Lota
Mitwirkende
Christian Setzepfandt, Markus Velke, Gottfried Lorenz, Horst Tim Riethausen, Wolfgang Lauinger, Conrad Bach, Wolf Marian Gerhardt, Yvo Heinen, Eric Lenke, Marco Linguri, Bernd Lottermann, Thorsten Schmitt, Pierre Siart, Christoph Gérard Stein, Horst Winkelewski
Laufzeit
75 min.
Farbe
Farbe
Kinovertrieb
barnsteiner-film
Vorführmedien
DCP, DVD Code 0 PAL und mov
Fassung
Originalversion (deutsch)
FSK-Freigabe
ab 12 Jahren
Kinostart
02. Dezember 2021
Videoveröffentlichung (Online)
24. Juni 2022

Inhalt

Als der 17jährige Strichjunge Otto Blankenstein im Sommer 1950 von der Polizei in Frankfurt am Main aufgegriffen wird, findet sie bei ihm ein Notizbuch mit den Namen seiner Kunden. In den darauffolgenden zehn Monaten wird gegen mehr als 200 homosexuelle und bisexuelle Männer ermittelt, rund 100 werden verhaftet, quer durch alle Schichten, vom Arbeiter bis zum Arzt. Blankenstein entfacht damit eine der größten Verfolgungen einer Minderheit in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Frankfurter Homosexuellenprozesse 1950/1951 stürzen hunderte Männer ins Unglück. Sie tragen dazu bei, daß der Paragraph 175 in den Jahrzehnten danach wieder als Instrument zur Verfolgung Homosexueller eingesetzt wird.

Hintergrundinformationen: Ron Steinkamp: „Eine kurze Geschichte des § 175 in der BRD“

Erwin In het Panhuis: „Eine beispiellose Hetzjagd gegen Schwule in der jungen BRD“

Stimmen zum Film

Ein hochspannender Film, sehr gut gemacht. Ein Film, der Frankfurt gut tut.
Claudia Schulmerich, weltexpresso
Ein brisanter, durchaus wichtiger Film.
Andreas Dosch, Journal Frankfurt
Eine gut und vor allem ausführlich gearbeitete Doku, die das Licht auf ein dunkles Kapitel der Frankfurter Geschichte wirft, das nicht vergessen werden darf.
GAB
Verdienstvoll ist […], daß der Film an die seinerzeit spektakulären und heute vergessenen Homosexuellenprozesse von 1950/51 erinnert und einem der Hauptbetroffenen, der nie finanziell entschädigt wurde, ein überfälliges Denkmal setzt.
Tom Zwicker, Strandgut
Ebenso wichtig ist die Erkenntnis, […], daß sämtliche Freiheiten, die heute bestehen, hart erkämpft sind und viele Opfer forderten. Daran zu erinnern kann sich DAS ENDE DES SCHWEIGENS als Verdienst anrechnen; der Filmtitel sollte von uns allen als Appell begriffen und umgesetzt werden.
kino-zeit.de
Die Frankfurter Homosexuellenprozesse 1950/1951 stürzen viele Männer ins Unglück. Der Dokumentarfilm von van-Tien Hoang setzt den Opfern nun mit „Das Ende des Schweigens“ ein Denkmal.
welt.de
Was Regisseur van-Tien Hoang in knapp 80 Minuten einfängt, beginnt wie ein normaler Dokumentarfilm und wird von Minute zu Minute packender.
Münchner Merkur
Ein ebenso spannendes wie erschreckendes Sittengemälde einer illiberalen Zeit, die einem heute völlig fremd erscheint.
Tanja Küchle, Hessenschau
Selbst die Frage, ob es ein Verbrechen sein kann, sich so zu geben, wie man ist, darf, ja muss man wohl auch 70 Jahre nach den Frankfurter Prozessen durchaus noch einmal klar und deutlich stellen.
Christoph Schütte, Frankfurter Allgemeine

im Kino

Berlin

29.05.2022
BABYLON, Rosa-Luxemburg-Straße 30