Saudade -- Sehnsucht Plakat/DVD-Umschlag

Saudade -- Sehnsucht

Ort
Bundesrepublik Deutschland/Brasilien
Jahr
2003
Produzent/Buch/Regie
Jürgen Brüning
Kamera
Kristian Petersen, Ralf Schreckenberg
Mitwirkende
Hendrik Scheider, Daniel Bätscher, Aldri D'Anunciaçao, Tarik Qazi, Maria Lucia da Silva Ludwig, Marilza da Cruz Pinto Gregião, Zezé Motta, Sergio Menezes, Marcelo Rodrigues, Márcio Rodrigues, Vladimir J. O. Filho, Marcus Tulius Franco Morais, Maria Márcia da Silva, Roberto J. do Nascimento, Izael Malto Gregião, Ricardo da Concecão, Junior do Carmo Santos, Joana Lisa Brüning Rumpf, Luana Betânia Vieira dos Santos, Jolanda Vieira dos Santos, Ketlen Ferreira da Silva, Pedro da Cruz Pinto Gregião
Laufzeit
80 min.
Farbe
Farbe
Fassung
Originalversion (deutsch, englisch, portugiesisch) mit deutschen Untertiteln
FSK-Freigabe
ab 16

Inhalt

Cyrus, Tim und Erik waren während der Schulzeit eng befreundet und machten gemeinsam Hip-Hop-Musik. Nach dem Abitur sind sie verschiedene Wege gegangen. Tim träumt immer noch von Musik, Erik hat sich mit Aktien verspekuliert. Cyrus engagierte sich in der Dritte-Welt-Politik. Nach Jahren nimmt Cyrus Kontakt zu den beiden auf, um sie für einige Monate nach Brasilien in das Haus seines Vaters einzuladen. Tim und Erik nehmen gerne an. Gemeinsam gehen sie schwimmen, segeln und albern halbnackt vor einer Webkamera herum, um nebenbei etwas Geld zu machen. Das Haus des Vaters liegt abseits eines kleinen Dorfes direkt am Meer. Maria, die brasilianische Haushaltshilfe, versorgt halbtags den Haushalt. Konflikte treten auf, als die Kunden aus dem Internet immer fordernder werden und mehr Sex von den Jungs sehen wollen. Sie diskutieren, wieweit sie gehen wollen. Erik, der wegen seiner Aktienspekulationen das Geld am dringendsten braucht, ist auch bereit, am meisten zu zeigen. Cyrus, versorgt durch seinen Vater, will sich nicht zu irgendetwas zwingen lassen. Tim hat eigentlich nur Interesse für Musik. Innerhalb der Gruppe fängt es an zu bröckeln, und jeder zieht sich zunehmend zurück. Erik hängt dauernd vor dem Fernseher. Er schaut sich brasilianische Telenovelas an. Eine hat es ihm besonders angetan, da ein gutaussehender Schwarzer die Hauptrolle spielt, in den er sich verguckt hat. Cyrus und Erik geraten aneinander, als Cyrus Erik seine Passivität vorwirft und ihm versucht, die politische Lage der Armen in Brasilien zu verdeutlichen. Erik hält Cyrus für einen Salonrevoluzzer. Maria vermutet, daß die Jungs schwul sind. Maria arbeitet gerne für die drei, da diese keine großen Forderungen stellen. Für sie sind sie typische Gringos, die ihren Spaß haben wollen. Erst als Cyrus sie über ihre Situation und ihr Land belehren will, stellt auch sie Cyrus Motive in Frage. Für Erik werden die Ereignisse dramatischer, als er eines Abends in einer Disko einen Brasilianer kennenlernt und mit ihm für einen kleinen Fick an den Strand geht. Um die Jungs ihrer Kultur vielleicht näher zu bringen, lädt Maria Tim und Cyrus zu einem „Umbanda“-Ritual ein. Beide sind aus unterschiedlichen Gründen davon fasziniert. Sie erzählen Erik begeistert davon. Bei seinen Einkäufen in der Stadt trifft Erik zufällig den Schauspieler Miguel, den er aus der Telenovela kennt. Nach anfänglichen Mißverständnissen verabreden sich die beiden und kommen sich bei einer Bootsfahrt näher. Langsam entwickelt sich eine zarte Liebe. Cyrus sucht nach seinen Ursprüngen in Brasilien. Tim trifft eine Rapband. Werden die drei zusammenbleiben?