Plakat Julia

Julia

Ort
Bundesrepublik Deutschland/Litauen
Jahr
2013
Produzentinnen
J.Jackie Baier, Gamma Bak, Dagnė Vildžiūnaitė
Buch/Regie
J.Jackie Baier
Kamera
Dieter Vervuurt, Thorsten Schneider
Schnitt
Steffen Reck
Dramaturgie
Neal Wach
Ton
Lasse Viehöfer, Till Wimmer
Mischung
Till Wimmer
Musik
Christopher Franke, Princessin Hans
Mitwirkende
Julia Krivickas, Sandra Fregin, Wlodzimiercz Lerch, Vitalij Berezudskij, Ričardas Orzichovskis, Renaté Lusis, Regina Taurinskiene
Laufzeit
89 min.
Farbe
Farbe
Fassung
Originalversion (deutsch, litauisch, russisch) mit deutschen Untertiteln
FSK-Freigabe
ab 16
Kinostart
08. Januar 2015

Inhalt

Eine Geschichte von Leidenschaft und Aufruhr, von Selbstentdeckung und Wut auf die ganze Welt. Was genau treibt einen Jungen von der Kunstschule dazu, sein Zuhause in Klaipeda/Litauen zu verlassen, um als Mädchen in den Straßen von Berlin, in stickigen Hinterzimmern und auf verklebten Sesseln eines Sexkinos den eigenen Körper zu verkaufen? Über mehr als zehn Jahre begleitet Photographin und Filmemacherin J.Jackie Baier die heute 30jährige Transsexuelle Julia K. durch ihr Leben als Straßenhure, Outlaw und Nonkonformistin, die ohne gesellschaftliche Übereinkünfte lebt. „Ich kann nicht sagen, daß ich eine Frau bin, aber ich bin auch kein Mann. Ich bin etwas… -- ein Geschöpf Gottes, aber ein krummes Geschöpf Gottes. Der Gott hat nicht aufgepaßt bei meiner Geburt“ sagt Julia von sich. Andere Autoritäten als diesen Gott, der sich geirrt hat, akzeptiert sie nicht. Sie ist eine, die den „Contrat social“ nie unterschrieben hat. Sie spricht ein archaisches Deutsch, das hierzulande seit dem frühen 19. Jahrhundert nicht mehr gebräuchlich ist. Sie aquarelliert, zur Entspannung, wie sie sagt. Sie hat ein Einser-Abitur und einen Diplomabschluß an der Kunstschule von Klaipeda. Und in Berlin ist sie eine transsexuelle Straßenhure, die bisweilen den Weg nach Hause nicht findet.

Pressestimmen

A film that should be on everyone's list of must-watch, to open the dialogue on what it's really like to live life as „the Other“.
E Nina Rothe, The Huffington Post
JULIA ist nicht nur ein ungeschminktes, authentisches Porträt, sondern zugleich eine messerscharfe Milieustudie, die aufgrund der zehnjährigen Produktionszeit noch bemerkenswerter ist.
Lars-Christian Daniels, filmstarts.de
Ein Dokumentarfilm über verlorene Illusionen.
Patrick Wellinski, Deutschlandradio Kultur