Coca Plakat
Coca Plakat

Coca -- Die Taube aus Tschetschenien -- Europa und sein verleugneter Krieg

Ort
Schweiz
Jahr
2005
Produzenten
Eric Bergkraut, Rose-Marie Schneider
Buch/Regie
Eric Bergkraut
Kamera
Laurent Stoop
Ton
Martin Witz, Jens-Peter Rövekamp, Luc Yersin, Rustam Achadov
Schnitt
Mireille Abramovici
Mitwirkende
Sainap Gaschaiewa, Lipkhan Basaiewa, Ramsan Gaschaiew, Tamara Rovkova, Ruslan Bazgiev, Anna Politkowskaja, Andrei Mironov, Walter Kälin, Andreas Gross, Walter Egli, Ramsan Kadyrow, Ahmed Kadyrow
Laufzeit
86 min.
Farbe
Farbe
Fassung
Originalversion (deutsch, englisch, russisch, tschetschenisch) mit deutschen Untertiteln
erhältlich
nur in der Bundesrepublik Deutschland

Inhalt

„Coca“ nannten ihre Eltern Sainap Gaschaiewa -- die Taube. Geboren in Kasachstan (dorthin als Tschetschenin verbannt), wurde sie Geschäftsfrau und zog vier Kinder groß. Seit 1994 dokumentiert sie, was in ihrer Heimat täglich geschieht: Verschleppung, Folter, Mord. Was Präsident Putin zur „antiterroristischen Aktion“ erklärt, hat Züge eines Völkermordes angenommen. Bis zu 30 Prozent der tschetschenischen Bevölkerung könnten getötet worden sein. Die Weltöffentlichkeit schweigt, sei es aus Unwissen, Hilflosigkeit oder Opportunismus.

Zusammen mit anderen Frauen hatte Sainap Gaschaiewa hunderte Video-Kassetten versteckt. Jetzt will sie diese nach Westeuropa schaffen. Sie hofft, daß es zu einem Tribunal kommt und die Schuldigen bestraft werden -- auf welcher Seite sie auch stehen. Ein Kampf gegen Windmühlen?

Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

Anna Politkowskaja wurde am 07. Oktober 2006 in Moskau erschossen. Eric Bergkraut hat den Film „Ein Artikel zuviel“ über sie gedreht, der am 10. Februar 2008 uraufgeführt wurde.

Sainap Gaschaiewa erhiellt am 12. Februar 2007 im Rahmen von „Cinema For Peace“ die Auszeichnung „International Human Rights Film Award“

Stimmen zum Film

Ein ehrenwerter Film.
Ralf Schenk, film-dienst
"Beim Betrachten dieser Bilder fragt man sich unwillkürlich, wie ein Mensch dieses geballte Grauen noch ertragen kann.
Barbara Oertel, die tageszeitung