Lilies

Ort
Kanada
Jahr
1996
Regie
John Greyson
Buch
Michel Marc Bouchard
Kamera
Daniel Jobin
Darsteller
Brent Carver, Marcel Sabourin, Jason Cadieux, Danny Gilmore, Matthew Ferguson, Alexander Chadman
Laufzeit
95 min
Farbe
Farbe
Fassung
Originalversion (englisch)
FSK-Freigabe
ab 16

Inhalt

Im Frühjahr 1952 wird Bischof Bilodeau in ein Gefängnis geschickt, um Simon Doucet, einem kranken Gefangenen, die Beichte abzunehmen. Doucet berichtet dem Bischof vom sexuellen Erwachen und den ersten homosexuellen Erfahrungen dreier Heranwachsender im Jahr 1912. Als er die Namen erwähnt, erkennt der Bischof mit Bestürzung seine eigene Geschichte. Und plötzlich verändert sich das Innere des Gefängnisses zu einer Art Theater.

Bilodeau wird in den Beichtstuhl eingesperrt. Durch das Gitter wird er Zeuge eines gespenstischen Schauspiels, das entscheidende Momente im Leben Simons vor 50 Jahren vorführt. Damals war Doucet so unsterblich in Vallier, Sprößling einer kauzigen Hotelbesitzerin, verliebt, daß er bereit war, mit seinem Vater wie auch mit allen bürgerlichen Konventionen zu brechen und für Vallier sogar seine reiche Verlobte zu verlassen.

Bischof Bilodeau wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Denn er war es, der diese Liebe seinerzeit nicht ertragen konnte und sich in ein schreckliches Verbrechen verwickeln ließ. Doch nun, eingesperrt wie ein Gefangener, muß er um sein Leben fürchten…

„Lilies“ ist ein pop-artiges Happening: das christliche Leiden kommt schmachtend daher, die Liebe ist der Heiligkeit gleich und reines Verlangen, steuert das Verhalten im ewigen Kampf gegen die herrschenden Normen der Wohlanständigkeit.

„Lilies“ wurde mit vier kanadischen Filmpreisen, dem „Genie Award“, ausgezeichnet, unter anderem als bester Film des Jahres. Beim San Franciso International Gay And Lesbian Film Festival erhielt „Lilies“ den Publikumspreis.