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    Alex -- Süchtig nach Liebe

    Ort
    Kanada
    Jahr
    2014
    Regie
    Rodrigue Jean

    Alex ist jung, stark und schön. Einer ohne Vergangenheit und mit unsicherer Zukunft. Mit großem Selbstbewußtsein verkauft er seinen Körper in der feindseligen Atmosphäre des winterlich-kalten Montréal an Männer jeglichen Alters. Dabei ist er, der harte Hund, eigentlich ein Träumer. Seine Homies, seine Familie, das sind Bruno, Simon, Jeanne, Éric und Velma, allesamt gefangen in der gleichen Spirale von Zwang und Sucht. Sie sind die gefallenen Engel in einer Zeit voller Gewalttätigkeit und Düsternis, in der sie allein durch ihre Schönheit glänzen. Jean Genet könnte einen Menschen wie Alex beschrieben haben. Eine starke, direkte, harte Großstadterzählung aus einem rauhen Milieu voller Sex, Gewalt und Abhängigkeit.

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    All My Life

    Ort
    Ägypten
    Jahr
    2008
    Produzent/Buch/Regie/Schnitt
    Maher Sabry

    Rami ist 26, lebt in Kairo, hat einen gut bezahlten Job, liebt das Leben -- und er ist schwul. Nicht unbedingt offen, aber er versteckt sich nicht hinter heterosexuellen Beziehungen. Er war glücklich mit Walid, der ihn jedoch für eine Frau verlassen hat -- aus „Rücksicht“ auf die Familie. Ramis beste Freundin Dalia verläßt die Stadt, geht an die Uni von San Francisco und drängt Rami, mit ihr zu kommen. Karim, der beste Freund, Arzt, treibt sich gerne in der versteckten schwule Szene der Metropole herum, hat einen amerikanischen Liebhaber und wird bei einer Razzia beinahe verhaftet. Ahmad, Ramis Nachbar, ist ein strenggläubiger Muslim, der mit seinen unterdrückten Trieben hadert. Und Mina, der christliche Junge von gegenüber, begehrt Rami schon lange, lebt ungeoutet unter der Fuchtel seiner Mutter. Rami beginnt ein unstetes Leben und gibt sich mit Touristen ab, die auf der Suche nach Sex sind. Als er den charmanten jungen Atef kennenlernt, einen Kellner, muß er sich entscheiden: kann er jemandem lieben, der nicht aus seinen Kreisen stammt?

    Im Jahr 2001 wurden 52 Männer in der Discothek „Queen Boat” 2001 in Kairo verhaftet. Auf dieser Basis erzählt Autor und Regisseur Maher Sabry von der problematischen Realität schwulen Alltags in Ägypten. Die dreijährige Drehzeit ohne Budget und unter hohen Risiken, geprägt von Zensurbestimmungen und staatlichen Restriktionen, hat sich gelohnt: „All My Life“ ist ein Paradebeispiel des ägyptischen Untergrund-Films, ein politisches und poetisches Statement für den Kampf um Freiheit und (sexuelle) Selbstbestimmung. Und daß ein Ex-Mufti die sofortige Verbrennung des Films gefordert hat und ein führender Doktor dem Film unterstellt, er würde aufgrund der Darstellung von schwulem Sex die Verbreitung von Aids fördern, zeigt, wie massiv die staatliche und religiöse Unterdrückung Andersdenkender wirklich war und möglicherweise heute noch ist.

    Der Film ist ein wichtiges Zeitdokument aus dem vorrevolutionären Ägypten, einem Land, das in seiner Jahrtausende alten Geschichte noch nie eine demokratische Staatsform gesehen hat, eines Landes, dessen Zukunft niemand erahnen kann. Er entstand als „No-Budget-Film“ mit Laiendarstellern zu Teilen heimlich in Kairo und in San Francisco, wohin viele der Mitwirkenden im Exil leben.

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    Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt die Glieder

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2014
    Produzentin/Buch/Regie
    Claudia Funk

    Unsere heutige Gesellschaft altert rasch, das Thema „Altern in Würde“ wird immer wichtiger. Welche Alternativen gibt es zum viel diskutierten Pflegemodell? Wie und unter welchen Umständen wollen wir selbst altern? Der abendfüllende Dokumentarfilm „Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt die Glieder“ von Claudia Funk zeigt auf spannende und humorvolle Weise, wie im rumänischen Siebenbürgen ein ganz anderes Modell für das „Altern in Würde“ erfolgreich praktiziert wird. Dieses Modell eines gemeinsamen Lebens im Alter steht im Mittelpunkt des Films.

    Die Siebenbürger Sachsen leben in einer Zentralregion Rumäniens, die etwa so groß wie Bayern ist. Nach dem Sturz des Diktators Nicolae Ceaușescu 1989 sind von den etwa 120.000 Sachsen nur noch ca. 10.000 in ihrer Heimat geblieben, vor allem die Älteren und Alleinstehenden. Ungefähr 30 dieser Menschen im Alter zwischen 60 und 90 Jahren leben zusammen in einem Altersheim in Hetzeldorf/Aţel. Der einfühlsame Film beobachtet mit pfiffigem Witz, aufgenommen in klaren, schönen Bildern das Alltagsleben seiner Bewohner. Sie beackern 12 Hektar Land, kümmern sich um Kühe, Schafe und Hühner. Jeder tut das in seinem Tempo, jeder so lange und so gut er kann. Sie bekommen für ihre Arbeit etwas, was in Deutschland selten geworden ist: das Versprechen, in ihrer gewohnten Umgebung und in Würde alt werden zu können. Egal wie lange es dauert, egal, was es kostet. Sie werden im Altenheim gepflegt bis zum letzten Tag. Ein Drittel der anfallenden Kosten kann das Altenheim eigenständig erwirtschaften, der Rest kommt von Zuschüssen und Spenden.

    Aber die Arbeit ist nicht der einzige Grund, warum jeder hier seine Aufgabe hat. „Das macht auch etwas mit dem Menschen”, sagt Ursula Juga Pintican, die Leiterin der Diakonie Mediasch, dem Träger des Altenheims. „Man gibt ihm ein bißchen mehr das Gefühl, daß er gebraucht wird. Daß er nicht nur hergekommen ist, und da jetzt wartet auf sein Ende.“

    Die Jury der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) hat den Film einstimmig mit dem Prädikat „wertvoll“ ausgezeichnet. Er ist „ein kluger Dokumentarfilm“, in dem sich „die Autorin auf unaufdringliche Art ihren Protagonisten nähert und ihnen immer genügend Raum und das Vertrauen gibt, zu Wort zu kommen und ihre Sicht auf das Leben zu offenbaren. Das Altenheim von Atel gleicht einer Alten-WG, in der sich die Bewohner gegenseitig unter die Arme greifen und damit noch nicht vollständig aufs Altenteil ,abgeschoben‘ wurden. [.] Das kann auch ein generelles Modell für das Zusammenleben in einer alternden Gesellschaft sein“, urteilte die FBW-Jury.

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    Bandaged

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/USA/Frankreich
    Jahr
    2009
    Regie
    Maria Beatty

    Die betörend schöne Lucille wird bald 18. Endlich kann sie der Enge der einst prächtigen Villa entkommen, die sie mit ihrer Großtante und ihrem Vater teilen muß. Ihr Traum: ein Literaturstudium. Der herrschsüchtige und ätherabhängige Vater, ein Chirurg, will sie jedoch zu einem Medizinstudium zwingen. Sie soll ihn später einmal bei seinen Versuchen unterstützen, Menschen perfekter zu heilen als die Medizin es je konnte. Dann kommt es zu einem rätselhaften Unfall: Lucilles Gesicht ist verätzt, sie ist bandagiert ans Bett gebunden und für ihren Vater ein ideales Subjekt für seine bizarren Versuche mit Hauttransplantationen. Für Lucilles Pflege (und vor allem zu ihrer Überwachung) engagiert er die Krankenschwester Joan. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich schon bald eine leidenschaftliche Liebe. Doch nicht nur ihre Affäre ist eines von vielen Geheimnissen des alten Hauses. Denn was wird geschehen, wenn Lucille, von den Bandagen im Gesicht befreit, noch mehr Freiheit ersehnt? „Bandaged“ ist ein sehr erotisches lesbisches Drama mit viel Camp, eine Verneigung vor den düsteren Krimiklassikern der 1950er und 1960er Jahre. In der Rolle der Joan brilliert Susanne Sachsse („The Raspberry Reich“, „alaska.de“).

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    Becoming Animal

    Ort
    Schweiz/UK
    Jahr
    2018
    Buch/Regie
    Emma Davie, Peter Mettler

    David Abram ist der bedeutendste Theoretiker der modernen Umweltbewegung. In seinen Büchern legt er die Grundlagen für alles, was die Menschen heute bewegt, vom Fledermausschutz bis zu „Extinction Rebellion“ und „Fridays For Future“. Emma Davie und Peter Mettler zeigen den Philosophen in dem Milieu, das er über alles liebt, der Natur, und fassen seine Gedanken in atemberaubende, berauschende Bilder.

    BECOMING ANIMAL ist nicht nur eine intensive visuelle und intellektuelle Anregung, sondern vor allem ein leidenschaftliches Plädoyer für die bewußte Wahrnehmung unserer Welt, in der nicht allein menschliche Maßstäbe gelten sollten. Abrams Betrachtungsweise der Schöpfung gibt wegweisende Antworten für die Zukunft unseres Planeten und der Menschheit.

    Auf Tuchfühlung mit Büffeln, Raben, heißen Quellen und rauschenden Wäldern kommen sie dabei zu erstaunlichen Einsichten und Ansichten über das Hier und Jetzt und dessen viele Vorgeschichten. (Bildrausch 2018, Basel)

    „Becoming Animal“ bei Instagram

    Mit seinem mehrfach ausgezeichneten Buch Im Bann der sinnlichen Natur, erschienen bei think-oya erlangte David Abram Kultstatus in der Ökologiebewegung. Kaum jemand zeigt so ermutigende Wege aus der inzwischen lebensbedrohlichen, selbstgezimmerten Isolation des Menschen gegenüber der Natur auf wie Abram. Inspiriert durch die Philosophie des Phänomenologen Maurice Merleau-Ponty und seine langjährigen Reisen als Taschentrickkünstler durch Südostasien, auf denen ihn intensive Naturerfahrungen und Begegnungen mit indigenen Schamanen prägten, entwirft er eine vollständig im Körper verankerte ökologische Philosophie.

    Dabei ist für ihn der Körper keine mechanistisch-biologische Maschine, sondern das mit allen Sinnen wahrnehmende, lebendige Selbst, das unsere Sprache prägt und aus seiner Bezogenheit auf die lebendig atmende Natur heraus lebt. Mit seiner reichen, poetischen Sprache verlockt er zur sinnlichen Erfahrung einer sprechenden, fühlenden, beseelten und geheimnisvollen Natur und der Landschaft, in der wir leben. Diese innige körperliche Verbundenheit ist für ihn keine romantische Pose, sondern die Quelle für ökologisches und politisches Engagement.

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    Berlin -- layers of movement

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2017
    Produzentin/Regie/Buch
    Natascha Küderli

    Berlin – eine Stadt in ständiger Veränderung und Bewegung. U- und S-Bahnen, Busse, Schiffe, Züge, Räder, Flugzeuge, Autos und Fußgänger bewegen sich neben-, über-, unter- und miteinander. Sie tun dies im Tunnel, in der Luft, über Gleise, Straßen, Flüsse, Wege und Stege -- wie in einem eigens choreographierten Tanz. Es ist der Puls Berlins, der den Betrachter bannt. Die Künstlerin Natascha Küderli komponiert in ihrem Film ein Miteinander dieser Bewegungsebenen. Dabei zeigt sie nicht nur den scheinbar immerwährenden Trubel, sondern auch die ruhigen Momente, wie etwa die Menschen auf den Start- und Landebahnen des stillgelegten Flughafens Tempelhof. „BERLIN – layers of movement“ vibriert im Rhythmus der Metropole. Seit dem legendären Stummfilmklassiker „Berlin. Die Sinfonie der Großstadt“ wurde das brodelnde Geschehen auf Berlins Schienen, Straßen und Gewässern nicht mehr so faszinierend gezeigt wie hier.

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    Blackmail Boys!

    Ort
    USA
    Jahr
    2011
    Produzenten/Buch/Regie/Musik/Schnitt
    Bernard Shumanski, Richard Shumanski

    Sam und Aaron sind noch jung, aber schon seit einiger Zeit ein festes Paar, sie lieben sich sehr und wollen heiraten. Sam ist nach Chicago gezogen, um die Kunstschule zu besuchen. Um das Studium zu finanzieren, muß er anschaffen. Aaron, der weit entfernt lebt, hält die Distanz nicht aus und folgt ihm. Beim Wiedersehen erfährt Aaron erstmals, daß sein Freund sich prostituiert, um überleben zu können. Doch als er herausfindet, daß einer von Sams Kunden der homophobe, verheiratete evangelikale Prediger und Buchautor Andrew Kenneth Tucker ist, fassen die beiden einen Plan: sie wollen den heuchlerischen Kunden mit einem heimlich aufgenommenen Video erpressen, um sich mit dem Geld ein ruhiges Leben gönnen zu können. Doch sie haben nicht damit gerechnet, daß Tucker nicht nur ein Heuchler, sondern auch ein brutaler Typ ist… Der neue Film von Bernard und Richard Shumanski („Wrecked“), sexy und freizügig erzählt im Stil des jungen Gregg Araki, mit einem Überraschungsauftritt von Mumblecore-Star Joe Swanberg als evangelikaler Prediger Tucker.

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    BoY

    Ort
    Philippinen
    Jahr
    2009
    Regie
    Auraeus Solito

    Boy ist im Begriff, volljährig zu werden, hat ein wenig auf der Tasche, und statt es wie bisher in Comics und Aquarienfische zu investieren, möchte er das Geld nun für Liebe ausgeben. Denn davon gibt es wenig in seinem Leben mit einer ständig diskutierenden Mutter und einem abwesenden Vater, der sich längst für eine neue Familie entschieden hat. Sein erster Besuch in einem Nachtclub läßt ihn eine ganz neue Welt entdecken: die Welt von Transvestiten, käuflicher Liebe, Alkohol und Drogen. Und die der philippinischen „Macho Dancer“, die den hübschen Jungen schon bald umschwirren wie die Motten. Doch kann so ein Macho Dancer wirklich die große Liebe sein?

    Mit einfachen Mitteln liebevoll inszeniert zeichnet Regisseur Auraeus Solito (Gay Teddy Bear Award 2006 für „The Blossoming Of Maximo Oliveiros“) eindrücklich Portraits seiner Figuren, die in einem Spannungsfeld von Korruption, Armut und Sexualität ihren Weg suchen.

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    Camminando verso -- Gemeinsam gehen

    Ort
    Italien
    Jahr
    2011
    Regie
    Roberto Cuzzillo

    Turin. Emina, aus Bosnien geflohen, arbeitet in einem Schnellimbiß und in der Stadt seßhaft geworden, quält ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Halt und Trost in ihrer Einsamkeit findet sie bei ihrer Mitbewohnerin Antonia, die der verschlossenen Frau geradezu verfallen ist. Als aber Emina einen mysteriösen bosnischen Mann trifft, wird sie zu dem fast Unmöglichen gezwungen: sie muß sich dem stellen, was sie schon längst hinter sich gelassen glaubt.

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    Contracorriente -- Gegen den Strom

    Ort
    Peru/Kolumbien/Frankreich/Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2010
    Buch/Regie
    Javier Fuentes-León

    Miguel und Maria sind ein glückliches Paar, frisch verheiratet, ein Kind wird erwartet. In seinem Dorf ist Miguel als Fischer ein angesehenes Mitglied der Gemeinschaft. Ein perfektes Idyll, wäre da nicht der Mann aus der Stadt, ein Maler, mit dem sich Miguel immer wieder trifft. Die Dorfbewohner ahnen, der Zuschauer sieht es: Santiago und Miguel sind auch ein Paar, wenn auch ein heimliches. Doch ein Schicksalsschlag stört die Idylle -- und fügt sie auf ganz neue, unerwartete Weise wieder zusammen. „Contracorriente -- Gegen den Strom“, ein Film mit einem großen Herzen, inszeniert in wunderbaren Bildern, eine universelle Geschichte von unterdrücktem Begehren, Leidenschaft und wahrer Liebe.

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    Dem Himmel ganz nah

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/Rumänien
    Jahr
    2010
    Buch/Regie
    Titus Faschina

    Dumitru Stanciu ist einer der letzten Berghirten Europas. So wie seine Vorfahren seit tausenden Jahren, zieht er mit seiner Schafherde Sommers wie Winters über die Weiten des transsilvanischen Karpatenbogens; ganz nah am Himmel entlang. Er lebt in den Mythen seiner Berge, zwischen Bären und Wölfen, in Sonne, Wind, Schnee und Eis und ständiger Sorge um seine Tiere… Wenn er bald seinen Schafspelz an den Nagel hängen wird, stirbt unwiederbringlich ein Stück des Alten Europas. Oder wird sein Sohn Radu die Herde übernehmen?

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    Dr. Ketel -- Der Schatten von Neukölln

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2011
    Schnitt/Regie
    Linus de Paoli

    Eine mysteriöse Serie von Einbrüchen hält Berlin-Neukölln in Atem. Dahinter steckt Dr. Ketel, der Medikamente im Namen der Gerechtigkeit stiehlt und diejenigen damit versorgt, die sie brauchen. Im Neuköllner Untergrund heilt und pflegt Dr. Ketel -- Der Schatten von Neukölln -- diejenigen, für die Krankenhaus- und Arztbesuche unerschwinglich geworden sind. Die Kriminalität steigt, die Staatsgewalt zieht sich zurück und private Sicherheitsfirmen boomen. Aus Amerika wird die Sicherheitsexpertin Louise eingeflogen, die bei der Aufklärung der Apothekeneinbrüche helfen soll. Bald ist sie Ketel auf der Spur. Beklaut von seinem Komplizen und verfolgt von den Sicherheitsleuten um Louise zieht sich die Schlinge zu um Ketel, der in einen gefährlichen Strudel aus Passion und Illegalität gerät. Angezogen von einer geheimnisvollen Schönheit, merkt er nicht, daß seine Leidenschaft ihn immer mehr in Gefahr bringt.

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    El fulgor

    Ort
    Argentinien
    Jahr
    2021
    Regie/Buch/Kamera/Schnitt
    Martín Farina

    Bald ist Karneval in Argentinien. Die Gauchos beginnen ihr Ritual der „Reinigung des Fleisches“. Idyllische Landschaft vermischt sich mit den Straßen der Stadt. Langsam füllt sich alles mit Farbe, Federn und lasziv kostümierten Männern. „El fulgor“ führt uns zu kaum bekannten archaisch erscheindenden Ritualen und zeigt uns Männer, die im Spannungsfeld von Tradition und Moderne althergebrachte Bilder und Geschlechterrollen wie selbstverständlich hinterfragen. Ein Film, der mit seiner betörenden Ruhe und traumhaft anmutenden Bildern fasziniert. Produziert von Marco Berger („Ausente“).

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    Das Ende des Schweigens

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2020
    Produzent/Regie
    van-Tien Hoang

    Als der 17jährige Strichjunge Otto Blankenstein im Sommer 1950 von der Polizei in Frankfurt am Main aufgegriffen wird, findet sie bei ihm ein Notizbuch mit den Namen seiner Kunden. In den darauffolgenden zehn Monaten wird gegen mehr als 200 homosexuelle und bisexuelle Männer ermittelt, rund 100 werden verhaftet, quer durch alle Schichten, vom Arbeiter bis zum Arzt. Blankenstein entfacht damit eine der größten Verfolgungen einer Minderheit in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Frankfurter Homosexuellenprozesse 1950/1951 stürzen hunderte Männer ins Unglück. Sie tragen dazu bei, daß der Paragraph 175 in den Jahrzehnten danach wieder als Instrument zur Verfolgung Homosexueller eingesetzt wird.

    Hintergrundinformationen: Ron Steinkamp: „Eine kurze Geschichte des § 175 in der BRD“

    Erwin In het Panhuis: „Eine beispiellose Hetzjagd gegen Schwule in der jungen BRD“

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    Feriado. Erste Liebe

    Ort
    Ecuador/Nowegen
    Jahr
    2014
    Buch/Regie
    Diego Araujo

    Auf so was hat Juan Pablo, den sie alle nur Juanpi nennen, ja wohl gar keinen Bock: schon wieder die großen Ferien bei seinem Onkel zu verbringen. Mit Cousins und Cousinen, mit denen er kaum etwas anfangen kann, weit weg von der Stadt in den Bergen. Zumal der Onkel gerade heftig in den Schlagzeilen ist durch skandalöse Bankgeschäften, mit denen er unzählige Menschen um ihre Ersparnisse gebracht hat. So oft es geht, haut Juanpi ab, das aufgeregten Chaos in der Familie ist gar nichts für den sensiblen Jungen, der gerne zeichnet und seinen Gedanken nachhängt. Auf einem seiner Streifzüge begegnet er dem hübschen Juano aus dem nahegelegenen Dorf und fühlt sich von ihm seltsam angezogen. Juano ist wild, hat schwarze Haare, hört Heavy Metal und schraubt an Motorrädern. So jemand ist Juan Pablo noch nie begegnet, und auch seine Gefühle für ihn sind völlig neu… Das Leben beginnt heute: FERIADO erzählt in traumhaften Bildern und mit authentischen Darstellern die Geschichte eines Jungen am Ende der Pubertät. Große Gefühle, erste Liebe, erwachende Sexualität: Autor und Regisseur Diego Araujos Film nimmt uns mit in die junge Welt Juanpis, der feststellt, daß er zu sich selbst finden muß, um sein Glück zu finden.

    Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    Foto: OSTKREUZ

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2015
    Buch/Regie/Kamera
    Maik Reichert

    „Ostkreuz“ ist die bekannteste und erfolgreichste Fotoagentur in Deutschland. 1990 von Fotografen aus der ehemaligen DDR gegründet, sind heute 20 Fotografen aus Ost und West in der Agentur organisiert. Alle haben unterschiedliche Arbeitsweisen und Auffassungen, aber eines vereint sie: humanistische Weltsicht und engagierte Dokumentarfotografie. Maik Reicherts Film beleuchtet sieben sehr verschiedene Fotografen und zeichnet in sorgfältigen Portraits ihre gemeinsame Passion, Bilder zu machen. Im Zentrum stehen Ute Mahler und Werner Mahler, die in den Hamburger Deichtorhallen eine Werkschau aus 500 Bildern ausstellen. Genau wie die anderen Gründer, etwa Sibylle Bergemann und Harald Hauswald, haben sie vor 1990 bereits selbstständig fotografiert und das Leben der Menschen in der DDR dokumentiert. Harald Hauswald führt uns in diese Zeit zurück: mit seinen lebendigen Erinnerungen und seiner besonderen Schwarz-Weiß-Fotografie.

    Annette Hauschilds großes Thema ist die Heimatlosigkeit der Roma. Maurice Weiss fotografiert häufig im Bundestag. Bei der Bundestagswahl konnte er in der SPD-Zentrale am Wahlabend die ersten Ergebnisse dokumentieren. Auch Julian Röder bewegt sich im Feld der Politik: Er mischt sich bei Demonstrationen unter die Protestierenden und versucht, mit seinen Fotos Stellung zu beziehen. Linn Schröder zeigt ganz andere Grenzerfahrungen: die des eigenen Körpers. Sie exponiert sich am weitesten im privaten Bereich.

    Alle Fotografen gehen an Grenzen, ob an politische, physische oder imaginäre. Der Dokumentarfilm kommt seinen Protagonisten ganz nahe und zeigt, wie unsere Bilderwelt von dieser engagierten zeitgenössischen Fotografie geprägt wird. Er ist auch ein Dokument davon, wie wichtig genaues dokumentarisches Arbeiten heute sein kann.

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    fucking different New York

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2007
    Buch/Regie
    Stephen Gallagher, Lala Endara, Todd Verow, Barbara Hammer, Andre Salas, Abigail Child, Jack Waters, Samara Halperin, Amy von Harrington, Keith Levy, Hedia Maron, Dan Borden

    Was tun Bauarbeiter in ihrer wohlverdienten Pause wirklich? Wie hätte die Beziehung zwischen Angelina Jolie und Brad Pitt durchaus auch enden können? Und was spielte sich damals im Sommer 1959 zwischen Marilyn Monroe und Joan Crawford wirklich ab?

    Auf diese und noch viele weitere interessante Fragen geben uns zwölf queere Filmemacher/innen aus New York in dem Kompilationsfilm "fucking different New York" ihre Antworten. Auch solchen Fragen, wie unterschiedlich Männer und Frauen träumen, und wie viel Erotik im Binden eines Krawattenknotens oder einer Maniküre liegen kann, wird in den Filmen nachgegangen.

    Analog zu "fucking different" aus Berlin bat Produzent Kristian Petersen diesmal sechs schwule Filmemacher und sechs lesbische Filmemacherinnen aus New York um einen kurzen Filmbeitrag, in dem sie ihre Vorstellungen vom Liebesleben des jeweils anderen Geschlechts thematisieren sollten. Die Form und das Genre waren den Filmemacher/innen freigestellt. Die einzige Vorgabe bestand in der Länge, die acht Minuten nicht überschreiten durfte, und darin, dass das Endprodukt auf Mini-DV vorliegen sollte. Herausgekommen sind dabei zwölf lustige, erhellende und erotische Kurzfilme, die ein vielfältiges und genreübergreifendes Spektrum queeren Lebens in New York zeigen.

    Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

    Die Titel: Wendy's First Mani And Pedi; Bro Crush; Shhhh... They're Getting Closer; Villa Serbolloni; Vampiras; The Party; Hard Hat Required; Occupy My Ass Not Iraq; Doin' The Grizzly Bear; MMagnitude; Dance Dance Dance; Mr And Mrs Porebski

    siehe auch fucking different, fucking different São Paulo und fucking different Tel Aviv

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    fucking different Tel Aviv

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2008
    Buch/Regie/Kamera/Schnitt
    Yair Hochner, Avital Barak, Stephanie Abramovich, Elad Zakai, Eran Koblik Kedar, Ricardo Rojstaczer, Nir Ne'Eman, Hila Ben Baruch, Yossi Brauman, Sivan Levy, Eyal Bromberg, Anat Salomon, Sie Gal, November Wanderin, Yasmin Max

    Tel Aviv -- das ist die heißeste Stadt für queere Menschen am Mittelmeer. Tel Aviv, das bedeutet Lebenslust, Party, Sex, aber auch Alltag, Politik und Bedrohung. 16 schwule und lesbische Filmemacher berichten uns vom aufregenden Leben und Lieben in dieser Stadt. Wie schon bei „fucking different“ wurden lesbische Filmemacherinnen aufgefordert, ihre Vorstellungen und Beobachtungen zur schwulen Erotik und Sexualität zum Thema zu machen, wie auch umgekehrt schwule Filmemacher gebeten wurden, sich mit dem lesbischen Leben in der israelischen Metropole zu beschäftigen. Alle Themen, Genres und Erzählformen waren erlaubt, allein Länge und Filmformat waren vorgegeben. Herausgekommen ist dabei eine Mischung aus Dokumentar-, Experimental- und inszenierten Filmen zu einem breiten und ausgesprochen unterhaltsamen Themen­spektrum. Das könnte leicht zu einer einzigen Aneinanderreihung von Klischees, Vorurteilen und stereotypen Beschreibungen führen, doch die Produktionen der Filmemacher vermeiden diese Gefahr von Anfang an. Geistreich, schlau und ausgesprochen sexy, bieten die Filme dieser Kompilation außergewöhnliche Eindrücke von der weiblichen und männlichen Sexualität und Erotik.

    Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    Die Gentrifizierung bin ich

    Ort
    Schweiz
    Jahr
    2018
    Buch/Regie
    Thomas Haemmerli

    Thomas Haemmerli („Sieben Mulden und eine Leiche“) hielt sich für einen linken Freigeist. Bis er feststellen mußte: Sein Verhalten sorgt für die Umwandlung ganzer Stadtviertel. In dem ihm eigenen persönlichen, bisweilen sarkastischen und ausgesprochen witzigen Stil verarbeitete er diese Erkenntnis zu einer klugen und unterhaltsamen Betrachtung zu den Themen Wie sollen und wollen wir wohnen? Wie sollen unsere Landschaften und Städte in Zukunft aussehen? Stimmt es, daß die Reichen immer die weniger Zahlungskräftigen verdrängen und dadurch „Ghettos“ entstehen? Und was hat das alles mit São Paulo zu tun?

    „Die Gentrifizierung bin ich“ ist ein kluger, lustiger und umfassender Dokumentar-Essay, der Raumgebrauch, Wohnen, Stadtentwicklung, Dichte, Fremdenfeindlichkeit und Gentrifizierung thematisiert. Dabei verschreibt sich das Projekt einem autobiografischen Zugriff: Der große Bogen sind diverse Wohnsituationen des Autors, begonnen mit der Kindheit im Reichenghetto, über besetzte Häuser, WGs und Yuppie-Wohnungen, bis hin zu Behausungen in Großstädten wie Tiflis, São Paulo und Mexiko-Stadt.

    Haemmerli, der vom Hausbesetzer zum Hausbesitzer wurde, stellt die Frage, die viele Menschen seines Alters bewegt: Welche Spuren hinterlasse ich? Wie gründe ich im 21. Jahrhundert eine Familie?

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    Good Boys

    Ort
    Israel
    Jahr
    2004
    Buch/Regie/Kamera/Produktion
    Yair Hochner

    Der 17jährige Meni liebt modische Kleidung, er hat eine eigene Wohnung und ist von den schönen Dingen des Lebens durchaus angetan. Seinen Lebensunterhalt finanziert er sich selbstbewußt als Callboy. Eines Abends bestellt ihn ein Kunde zusammen mit einem anderen Stricher zu sich nach Hause, um sie beide beim Sex zu beobachten. Dabei funkt es zwischen den Jungs unerwartet. Sie verbringen auch den Rest der Nacht zusammen und versprechen am Morgen, sich wieder zu treffen -- doch ihr Alltag als Stricher erschwert das erneute Zusammenkommen. Und dann fällt Tal auf einen Cop herein, der ihn nach dem Sex in seiner Wohnung einsperrt, um mit ihm als Sexsklaven für Politiker Geld zu verdienen. Doch nach qualvollen Stunden gelingt Tal die Flucht, und er macht sich auf die Suche nach Meni. Bei dem ist zwischenzeitlich seine ehemalige Frau aufgetaucht, um das gemeinsame Baby bei ihm abzugeben, weil die Drogenabhängige im Großbordell Geld verdienen muß und dort keine kleinen Kinder geduldet werden. Auch Meni macht sich mit einem Kumpel und dem Baby auf die Suche nach Tal.

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    Greta

    Ort
    Brasilien
    Jahr
    2019
    Buch/Regie
    Armando Praça

    „Nenn mich Greta Garbo!“ raunt der altgewordene Krankenpfleger Pedro seinen Gelegenheitslovern beim Sex zu. Die Aufforderung ist ein Schrei nach Liebe und Realitätsflucht. Hollywood-Ikone Garbo verkörpert für Pedro all den Glamour, der seinem eigenen Alltag zwischen überfüllter Klinik, Sauna, Nachtclubs und tristem Wohnblock fehlt. Mit der legendären Zurückgezogenheit der Garbo redet er sich seine Einsamkeit schön. Doch dann nimmt er den jungen Jean bei sich auf, und die Einsamkeit bekommt Risse.

    Armando Praças liebe- und würdevoller Debütfilm Greta erzählt von Freundschaft, Liebe, Sex und vom Alter. Pedros Verhältnis zu Krankheit, Tod und anderen Katastrophen, die ihn täglich umgeben, ist von einer mentalen Stärke geprägt, die ihn nicht so schnell die Nerven verlieren läßt. Auch nicht, als er etwas Überraschendes über Jean herausfindet. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr Licht durchdringt die anfängliche Düsternis. Das ist großes Milieu-Kino mit grandiosen Darsteller*innen.

    Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    The Happy Sad

    Ort
    USA
    Jahr
    2013
    Regie
    Rodney Evans

    Zwei junge Paare in Brooklyn, New York: Marcus und Aaron sind seit sechs Jahren zusammen. Ihre Liebe scheint gefestigt, auch wenn beide Partner bisweilen gerne mit anderen Männern flirten. Nachdem der vage Beschluß gefaßt wurde, die Beziehung etwas zu öffnen, läßt sich Aaron mit dem jungen und betörend charmanten Musiker Stan ein. Dieser wurde soeben von seiner Freundin, Annie, sitzengelassen -- angeblich wegen einer Frau. Als Marcus feststellen muß, daß für seinen Lebensgefährten Stan doch mehr zu sein scheint als eine gelegentliche Fickgeschichte, wird die Beziehung der beiden auf eine harte Probe gestellt. Und Stan muß sich entscheiden: will er mit einem Mann zusammen sein? Oder zu der Frau zurückkehren, die er auch liebt. „The Happy Sad“ ist ein vielschichtiges Großstadtdrama, in dem sich die Leben zweier Paare auf enge Weise miteinander verflechten. Und sich moderne Twentysomethings die Frage stellen müssen: was ist mehr wert, ein aufregendes Leben oder eine Beziehung?

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    Heimat ist ein Raum aus Zeit

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/Österreich
    Jahr
    2019
    Buch/Regie/Sprecher
    Thomas Heise

    Was bleibt? Biografien hinterlassen Spuren. Die Zeitläufte auch. Wie sich das eine zum anderen verhält untersucht Thomas Heise in „Heimat ist ein Raum aus Zeit“.

    Der Film folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über das ausgehende 19. und das folgende 20. Jahrhundert hinweg. Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden. Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen.

    Eine Collage aus Bildern, Tönen, Briefen, Tagebüchern, Notizen, Geräuschen, Stimmen, Fragmenten. „Heimat ist ein Raum aus Zeit“ ist ein Nachdenken über die Zeit und die Liebe in ihr, den Menschen, in Tönen, Bildern und Sprache. Immer bleibt ein Rest, der nicht aufgeht.

    Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

    Gewinner des Caligari-Filmpreises 2019

    Gewinner Meilleur long métrage de la Compétition Internationale Visions du Réel Nyon 2019

    Gewinner Deutscher Dokumentarfilmpreis 2019

    Gewinner Chantal Akerman Award Jerusalem Film Festival 2019

    Gewinner The Avner Shalev—Yad Vashem Chairman’s Award For Artistic Achievement In Holocaust-Related Film Jerusalem Film Festival 2019

    Gewinner Special Jury Prize – International Feature RIDM Montréal 2019

    Gewinner Jury-Preis Lanzarote Muestra Internacional de Cine

    Preis der deutschen Filmkritik 2019

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    The Invisible Men

    Ort
    Israel/Niederlande
    Jahr
    2012
    Regie
    Yariv Mozer

    Drei schwule Palästinenser sind vor ihren Familien geflohen sind und halten sich jetzt illegal in Tel Aviv auf: Louie, 32, der sich seit acht Jahren in Tel Aviv versteckt; Abdu, 24, der in Ramallah geoutet wurde und daraufhin von den palästinensischen Sicherheitskräften der Spionage beschuldigt und gefoltert wurde und von Faris, 23, der von der West Bank nach Tel Aviv vor seiner Familie floh, die ihn töten wollte. Um zu überleben, suchen sie Asyl in Drittländern, jenseits von Israel und ihrer Heimat Palästina. Yariv Mozers Dokumentarfilm erzählt erschütternde, aber auch Mut machende Geschichten über einen Aspekt des Nahost-Konflikts, der so noch nie thematisiert wurde und der auch vielen Bewohnern der Region verborgen bleibt.

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    Julia

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/Litauen
    Jahr
    2013
    Buch/Regie
    J.Jackie Baier

    Eine Geschichte von Leidenschaft und Aufruhr, von Selbstentdeckung und Wut auf die ganze Welt. Was genau treibt einen Jungen von der Kunstschule dazu, sein Zuhause in Klaipeda/Litauen zu verlassen, um als Mädchen in den Straßen von Berlin, in stickigen Hinterzimmern und auf verklebten Sesseln eines Sexkinos den eigenen Körper zu verkaufen? Über mehr als zehn Jahre begleitet Photographin und Filmemacherin J.Jackie Baier die heute 30jährige Transsexuelle Julia K. durch ihr Leben als Straßenhure, Outlaw und Nonkonformistin, die ohne gesellschaftliche Übereinkünfte lebt. „Ich kann nicht sagen, daß ich eine Frau bin, aber ich bin auch kein Mann. Ich bin etwas… -- ein Geschöpf Gottes, aber ein krummes Geschöpf Gottes. Der Gott hat nicht aufgepaßt bei meiner Geburt“ sagt Julia von sich. Andere Autoritäten als diesen Gott, der sich geirrt hat, akzeptiert sie nicht. Sie ist eine, die den „Contrat social“ nie unterschrieben hat. Sie spricht ein archaisches Deutsch, das hierzulande seit dem frühen 19. Jahrhundert nicht mehr gebräuchlich ist. Sie aquarelliert, zur Entspannung, wie sie sagt. Sie hat ein Einser-Abitur und einen Diplomabschluß an der Kunstschule von Klaipeda. Und in Berlin ist sie eine transsexuelle Straßenhure, die bisweilen den Weg nach Hause nicht findet.

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    Kawa

    Ort
    Neuseeland
    Jahr
    2011
    Regie
    Katie Wolfe

    Nach einem Buch von Witi Ihimaera („Whale Rider“): Eine ungewöhnliche Coming-Out-Geschichte in einem stimmigen Setting.

    Auckland, neuseeländischer Mittelstand, glückliche Familie, schönes Haus. Kawa (Calvin Tuteao) ist ein stolzer Ehemann und Vater, erfolgreich im Beruf, ein Mann, der alles hat. Bald soll er, ganz dem kulturellen Erbe einer Maori-Familie verpflichtet, die Führung der (Groß-)Familie übertragen bekommen. Doch so einfach ist das alles natürlich nicht, denn: Kawa hat auch ein Geheimnis, er sucht gerne Badehäuser auf, und das nicht zum Schwitzen, nein: er steht auf Männer. Er hat auch einen Geliebten, einen smarten jungen Schauspieler (Dean O'Gorman). Natürlich läßt sich das Geheimnis nicht verbergen, denn eines Abends werden die beiden von Kawas Mutter beobachtet, wie sie sich küssen. Die Konsequenz: Kawa soll aus seiner Familie verstoßen werden. Doch gibt es wirklich nur diesen einen Weg? Kann es keine Versöhnung zwischen Althergebrachtem und Moderne geben? Die Familie ist gezwungen, wieder zusammenzufinden und mit sich ins Reine zu kommen. Aber wie wird das allen Beteiligten gelingen? Vor der überwältigenden Küstenkulisse der neuseeländischen Nordinsel entfaltet sich ein beeindruckendes und sinnliches Drama.

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    Köpek -- Geschichten aus İstanbul

    Ort
    Schweiz/Türkei
    Jahr
    2015
    Buch/Regie
    Esen Işık

    „Drei bewegende Erzählungen über die Sehnsucht nach Liebe und Freiheit in einer in sich gefangenen Gesellschaft. Ein eindringliches Plädoyer für Offenheit und Aufbruch in der Türkei:“ (Cem Özdemir)

    Ein ganz gewöhnlicher Tag in der Metropole İstanbul. Der zehnjährige Cemo verkauft Papiertaschentücher auf der Straße und trägt zum Lebensunterhalt seiner Familie bei. Er verehrt ein junges Mädchen aus einem besseren Quartier. Hayat wird von ihrem ungeliebten Ehemann terrorisiert. Als ihr ehemaliger Verlobter den Kontakt wieder sucht, verabreden sie sich zu einem heimlichen Treffen. Die transsexuelle Ebru muß sich prostituieren, um über die Runden zu kommen. Sie liebt einen Mann, der sich in der Öffentlichkeit nicht zu ihr bekennen mag.
Die drei setzen alles daran, daß sich ihre Sehnsucht nach Liebe erfüllt, wenn auch nur für einen Moment.

    Authentisch und mit einem aufmerksamen Blick für die Poesie des Alltags erzählt der Film der Regisseurin Esen Işık genauso zärtliche wie bewegende Geschichten über die Liebe, den Tod und die türkische Gesellschaft im 21. Jahrhundert.

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    Latin Boys Go To Hell

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/Spanien
    Jahr
    1997
    Regie
    Ela Troyano

    Ela Troyanos Spielfilm „Latin Boys Go To Hell“ ist ein wildes Melodram über die Leiden junger Latinos im tiefsten Brooklyn. Frühe Liebe, frühes Leid, Verlust der Unschuld: Der junge Justin lebt bei seiner Mutter und arbeitet in Manhattan als Assistent für die Fotografin Monica, die Aktaufnahmen von jungen Latinos macht.

    Wegen Schwierigkeiten mit seiner Familie zieht Justins heterosexueller Cousin Angel bei ihnen ein, und Justin verliebt sich widerstrebend, aber unweigerlich in Angel. Denn Angel ist das, was Justin nicht zu sein glaubt: gutaussehend, smart, sexy. Aus Frust läßt er sich kurz mit dem Sexbomber Carlos ein, dessen Freund Braulio in Rage gerät und auf Rache sinnt.

    Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    Life Is A Moment

    Ort
    Indien/Norwegen
    Jahr
    2015
    Regie
    Tonje Gjevjon, Sanjay Sharma

    Aryan, ein Pakistani, der diesen Namen nur zur Tarnung trägt, liebt seine Schöne heiß und innig. Jedenfalls manchmal. Und vor allem, weil er sie schon in kurzer Zeit heiraten soll. Aber er steht auch auf Männer und wird von diesen heiß begehrt mit seinem jungenhaften Gesicht und seinem virilen Körper. Also was nun? Da man mit norwegischen Partnern Geschäfte machen will, verlegt die Familie die Verlobungsfeier kurzerhand dorthin. Aryan kommt schon ein paar Tage früher als der Rest der Familie an und stürzt sich sofort ins Nachtleben. Ein hübscher Inder namens Ashley bietet ihm seine sexuellen Dienstleistungen an, aber Aryan lehnt ab und heuert dafür Ashley drei Tage als persönlichen Assistenten. Diese Assistenz besteht vor allem in der Einführung Aryans in die örtliche Queer-Szene, wo er lernt, daß Ehen unter Frauen durchaus nichts Ungewöhnliches sind in Norge. Nun platzt aber die Verlobte in das frivole Geschehen, und da kommt Aryan ins Stottern. Nicht nur daß ja der Name nicht stimmt, auch das ganze Drumrum sei nur gespielt -- was die neuen Freundinnen und Freunde natürlich gar nicht gutheißen. Denn schließlich muß man sich ja nicht verstecken, nur weil eine andere Kultur das so verlangt. Aryan versteht diese Botschaft schließlich und outet sich bei der Verlobung als schwul. Riesenkrach, Papa bestreitet, daß es auch nur einen pakistanischen Homo gebe. Epilog: Aryan und seine Verlobte sind doch zusammen, sie führen ein Restaurant. Und Aryan heiratet seinen Ashley -- und die Mutter und ganz viele Familienmitglieder sind angereist (nicht der Papa, der braucht noch etwas Zeit). Happiness und Akzeptanz allerorten.

    Ein Bollywood-Melodram im norwegischen Outback mit queerem Hintergrund! Das hat es so noch nicht gegeben, und es war Zeit dafür. Eine stilsichere Kopie des Genres, gut gemacht, mit den Vorbildern entsprechenden willkürlichen Wendungen und mitreißenden Songs. Und einem tollen Motto: alles wird gut!

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    Lilies

    Ort
    Kanada
    Jahr
    1996
    Regie
    John Greyson

    Im Frühjahr 1952 wird Bischof Bilodeau in ein Gefängnis geschickt, um Simon Doucet, einem kranken Gefangenen, die Beichte abzunehmen. Doucet berichtet dem Bischof vom sexuellen Erwachen und den ersten homosexuellen Erfahrungen dreier Heranwachsender im Jahr 1912. Als er die Namen erwähnt, erkennt der Bischof mit Bestürzung seine eigene Geschichte. Und plötzlich verändert sich das Innere des Gefängnisses zu einer Art Theater.

    Bilodeau wird in den Beichtstuhl eingesperrt. Durch das Gitter wird er Zeuge eines gespenstischen Schauspiels, das entscheidende Momente im Leben Simons vor 50 Jahren vorführt. Damals war Doucet so unsterblich in Vallier, Sprößling einer kauzigen Hotelbesitzerin, verliebt, daß er bereit war, mit seinem Vater wie auch mit allen bürgerlichen Konventionen zu brechen und für Vallier sogar seine reiche Verlobte zu verlassen.

    Bischof Bilodeau wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Denn er war es, der diese Liebe seinerzeit nicht ertragen konnte und sich in ein schreckliches Verbrechen verwickeln ließ. Doch nun, eingesperrt wie ein Gefangener, muß er um sein Leben fürchten…

    „Lilies“ ist ein pop-artiges Happening: das christliche Leiden kommt schmachtend daher, die Liebe ist der Heiligkeit gleich und reines Verlangen, steuert das Verhalten im ewigen Kampf gegen die herrschenden Normen der Wohlanständigkeit.

    „Lilies“ wurde mit vier kanadischen Filmpreisen, dem „Genie Award“, ausgezeichnet, unter anderem als bester Film des Jahres. Beim San Franciso International Gay And Lesbian Film Festival erhielt „Lilies“ den Publikumspreis.

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    Love Sick

    Ort
    Rumänien
    Jahr
    2006
    Regie
    Tudor Giurgiu

    Alexandra (Alex) und Cristina (Kiki) studieren an der Universität von Bukarest. Eigentlich sind sie nur Freundinnen. Doch als Alex ihr Zimmer in einem berüchtigten Uni-Campus gegen eines bei Kikis Tante eintauscht, entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen den beiden. Denn Kiki wohnt bei ihren Eltern im selben Haus. Alex und Kiki werden ein unzertrennliches Paar, obwohl die beiden sehr unterschiedliche Charaktere an den Tag legen. Alex tarnt ihre starke Persönlichkeit durch eine scheinbare Ruhe und Abgeklärtheit. Sie, das Landkind, möchte ihr Studium schnell beenden, um ihre einfachen Eltern nicht zu enttäuschen. Kiki dagegen versteckt ihre emotionale Instabilität hinter einer fast schon theatralischen und extravaganten Fassade. Die beiden sind romantische Schwärmerinnen, was sich vor allem in ihrem Interesse für entsprechende französische Literatur festmachen läßt. Diese Schwärmerei geht aber in Kikis Fall noch weiter: sie hat eine Beziehung zu ihrem Bruder Alexandru (Sandu), die weiter zu gehen scheint als gewöhnliche moralische Vorstellungen es erlauben. In einer derartigen Beziehung sieht sie die höchste Reinheit Und in dieser Beziehung sieht sie ihren sprunghaften und launischen Bruder Sandu als Ebenbild des vom Weltschmerz zerrissenen romantischen René, der Schöpfung von Chateaubriand. Sandu ist jedoch weniger romantisch, als vielmehr von krankhafter Eifersucht gequält, Eifersucht auf Alex. Folglich bringt er Kiki in ein Abhängigkeitsverhältnis, aus dem sie kaum entkommen kann. Der Sommer kommt, und Alex lädt Kiki in ihr Elternhaus auf dem Land ein. Dort finden das Paar Ruhe und Frieden und begibt sich auf die Spuren von Alex Kindheit. Erst hier, und nicht in der Großstadt, in der angeblich Anonymität möglich ist und das Ausprobieren für osteuropäische Kulturen ungewohnter Lebensentwürfe, können die Mädchen ihre Freundschaft vollständig leben. Allerdings wird deren wahre Natur Alex´ Eltern nicht deutlich. Bis einen Tag unerwartet Sandu aufkreuzt.

    Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    love, peace and beatbox

    Ort
    bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2007
    Buch/Regie/Schnitt
    Volker Meyer-Dabisch

    Zischen, Zirpen, Knistern, Knarren, Quietschen, Gluckern, Wummern oder ein schlichtes Plopp -- es gibt kein Geräusch, das ein Beatbox-Crack nicht mit seinem Mund nachmachen könnte. Beatboxing oder Mouthdrumming gilt nach Rap, DJing, Breakdance und Graffiti als das fünfte Element des Hip-Hop. Wie in vielen anderen Großstädten hat sich auch in Berlin in den letzten Jahren eine vielschichtige Szene entwickelt. Zu ihr gehört 4xsamples. Sie sind die amtierenden Vizeweltmeister im Teambattle und gehören zu den populärsten Bands der Republik. Die von DJ Mesia, BeeLow und dem 2003 ermordeten Maxim erfundene Beatboxmeisterschaft ist mittlerweile bis nach Australien exportiert worden. 2006 begann der Filmemacher Volker Meyer-Dabisch die Protagonisten der Berliner Beatbox-Szene bei ihren Auftritten, im Studio und beim Proben zu beobachten. In seinem Film „love, peace & beatbox“ stellt er jetzt die wichtigsten Protagonisten der Szene vor, läßt sich ein in ihren Kosmos der Töne, Rhythmen und Geräusche, lauscht ihrer Kunst und erklärt dem Publikum die Beatbox-Welt.

    Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    Mein Sommer mit Mario

    Ort
    Argentinien/Spanien/Frankreich
    Jahr
    2009
    Buch/Regie
    Julia Solomonoff

    La Boyita, ein kleiner Wohnwagen, war für die beiden Schwestern Luciana und Jorgelina schon immer ein Rückzugsort, ein magisches Versteck zum Spielen und Beichten von Geheimnissen. Als Luciana in die Pubertät kommt, entzieht sie sich ihrer jüngeren Schwester Jorgelina allerdings immer mehr. So kommt es auch, daß sie das erste Mal in den Ferien getrennte Wege gehen. Während die Ältere mit ihrer Mutter an den Strand fährt, verbringt Jorgelina mit ihrem Vater den Sommer auf einer Ranch auf dem Lande. Dort entwickelt sich zwischen ihr und Mario, einem einheimischen Bauernjungen, eine enge Freundschaft, die von einem wichtigen Geheimnis überschattet wird: eines Tages entdeckt Jorgelina einen Blutfleck auf Marios Sattel und einen anderen an seiner Hose. Jorgelina versucht zu verstehen: warum ist Mario nicht so wie anderen Jungen sind?

    Ein stimmungsvoller Film über das Erwachsenwerden und über sexuelle Identität. Die Natürlichkeit seiner jungen Laiendarsteller verleiht den wechselnden Gemütslagen von Unsicherheit, Heimlichkeiten und Entdeckungen eine große Glaubwürdigkeit.

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    Mein süßer kleiner Arsch

    Ort
    Schweiz
    Jahr
    1997
    Buch/Regie/Kamera
    Simon Bischoff

    Herren im Ruhestand haben sich in die marokkanische Hafenstadt Tanger zurückgezogen, um hier Sonne, Meer, Leben, Liebe und Sex zu genießen -- schwulen Sex.

    Es ist Morgen in Tanger: Gymnastik für Jean Neuenschwander, einst Postangestellter, Hoteldirektor, heute Pensionär und Hauptperson dieses Films. In Tanger hat er sich mit 51 Jahren niedergelassen, um einen sorglosen Ruhestand in Luxus zu genießen. "Mein süßer kleiner Arsch" ist die Chronik seines Intimlebens, von dem Neuenschwander gerne und ausschweifend erzählt, gelegentlich obsessiv in seiner Detailtreue. Am liebsten schildert er seinen ersten schwulen Sex, seine sexuellen Vorlieben, die Vorzüge und Annehmlichkeiten marokkanischer Ärsche, die Genüsse eines frivolen und gesunden Lebens. Simon Bischoff baut seinen Film rund um Jean Neuenschwander auf und zeichnet -- von dessen Geschichte ausgehend -- ein differenziertes Bild der Schwulenszene von Tanger. Ob es ein Sitten- oder ein Unsittengemälde dieser Welt ist, läßt Bischoff offen. Und genau das ist die Stärke des Films: akribisch, fast ethnografisch leuchtet er die provokative, unangepaßte Biederkeit des spätgeouteten Saubermanns aus. Und überläßt das Urteil anderen.

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    Meine Daten und ich

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2008
    Buch/Regie
    Philipp Eichholtz

    Immer mehr Menschen unseres demokratischen Staates sehen eben diesen zu einem Überwachungsstaat heranwachsen. Gesetze zur Terrorbekämpfung werden verabschiedet, um uns zu schützen. Wie weit aber darf dieser Schutz gehen? Ist im Namen der Terrorbekämpfung alles erlaubt? Onlinedurchsuchungen, Vorratsdatenspeicherung von Telefon- und Internetverbindungen, Scoring-Punkte im Bankensystem, Überwachungskameras und –mikrofone auf öffentlichen Plätzen und in Läden und allen voran das neue BKA-Gesetz, angestoßen vom derzeitigen Innenminister Wolfgang Schäuble, lassen uns nachdenklich werden, was mit unseren Daten wirklich passiert. Denn nicht nur die Daten terrorverdächtiger Personen werden gespeichert, sondern Informationen über jeden von uns. Aktuell stellt sich zudem immer mehr die Frage, was in diesem Zusammenhang "Sicherheit" unserer Daten noch bedeuten kann, wenn immer wieder Informationen über unsere Bankverbindungen und Kontobewegungen auf entsprechenden Schwarzmärkten zu erwerben sind. Was kommt als Nächstes? Mit "Meine Daten und Ich – Sicherheit in Deutschland" wird diese brisante Problematik erstmals filmisch thematisiert. Der fiktive Filmemacher Axel Ranisch sucht nach Antworten bei unterschiedlichen Politikern (Wolfgang Bosbach, Wolfgang Wieland) und Gruppierungen -- und stößt mehr und mehr beruflich wie privat an seine Grenzen. Ein witzige und geistreiche Untersuchung über schleichende Veränderungen in unserer Gesellschaft, über hilflos hingenommene Skandale und über die Frage: Wie weit darf der Staat eigentlich gehen?

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    Miss Kicki

    Ort
    Taiwan/Schweden
    Jahr
    2009
    Regie
    Håkon Liu

    Miss Kicki (Pernilla August) reist nach langer Abwesenheit von Schweden mit ihrem 17jährigen Sohn Viktor (Ludwig Palmell) nach Taiwan, um sich ihm wieder zu nähern. Tatsächlich möchte Sie aber ihre Internetbekanntschaft Mr. Chang persönlich kennenlernen. Viktor ist frustriert über seine „Alibifunktion“ und beginnt allein durch Taipei zu steifen, bis er Didi (He Huang) trifft – einen gleichaltrigen Jungen aus Taiwan-, der ihm nicht mehr von der Seite weicht…

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    Pierrot Lunaire

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/Kanada
    Jahr
    2014
    Buch/Regie
    Bruce LaBruce
    Regieassistent
    Yotam Ishay

    Inspiriert durch den gleichnamigen Gedichtszyklus von Alberd Giraud und dessen Vertonung durch Arnold Schönberg, entwirft Bruce LaBruce eine Geschichte um eine junge Frau, die sich regelmäßig wie ein Mann kleidet und sich in ein junges Mädchen verliebt. Der „Junge“ entwickelt einen abenteuerliche Plan, um dem Vater seiner Geliebten seine „Männlichkeit“ zu beweisen.

    1912 bat die Schauspielerin Albertine Zehmke den Komponisten Arnold Schönberg, einen Teil des Gedichtzyklus PIERROT LUNAIRE, verfaßt von Albert Giraud, zu vertonen: Schönberg arrangierte 21 der ca. 50 Gedichte zu einer Komposition für fünf Musiker und eine Sängerin. Es wurde eines seiner innovativsten Musiktheaterstücke. 2011 bat der Dirigent Premil Petroviç Bruce LaBruce, PIERROT LUNAIRE mit Susanne Sachsse in der Hauptrolle zu inszenieren. Das Konzept dieser Bühnenversion beruht auf Schönbergs Idee des Cabarets: eine Traumwelt, erfüllt von „dekadentem Verlangen, Schuld, Angst und Rausch“ gespickt mit Horrorszenarien und ironisch-satirischem Humor. 2013 holt LaBruce seinen PIERROT LUNAIRE auf die Straßen Berlins und verfilmt eine dunkle Geschichte der Sehnsucht, der Liebe und der Transgression. Der Soundtrack des Films ist Petroviçs Neuinterpretation von Schönbergs melodramatischem Musical, gesungen von Susanne Sachsse. Auf einer wahren Geschichte beruhend, ist LaBruces PIERROT LUNAIRE die angemessen radikale queercore-Version eines der innovativsten Stücke atonaler Musik.

    Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

    Gewinner des Gay Teddy Bear Award 2014

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    Saudade -- Sehnsucht

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/Brasilien
    Jahr
    2003
    Produzent/Buch/Regie
    Jürgen Brüning

    Cyrus, Tim und Erik waren während der Schulzeit eng befreundet und machten gemeinsam Hip-Hop-Musik. Nach dem Abitur sind sie verschiedene Wege gegangen. Tim träumt immer noch von Musik, Erik hat sich mit Aktien verspekuliert. Cyrus engagierte sich in der Dritte-Welt-Politik. Nach Jahren nimmt Cyrus Kontakt zu den beiden auf, um sie für einige Monate nach Brasilien in das Haus seines Vaters einzuladen. Tim und Erik nehmen gerne an. Gemeinsam gehen sie schwimmen, segeln und albern halbnackt vor einer Webkamera herum, um nebenbei etwas Geld zu machen. Das Haus des Vaters liegt abseits eines kleinen Dorfes direkt am Meer. Maria, die brasilianische Haushaltshilfe, versorgt halbtags den Haushalt. Konflikte treten auf, als die Kunden aus dem Internet immer fordernder werden und mehr Sex von den Jungs sehen wollen. Sie diskutieren, wieweit sie gehen wollen. Erik, der wegen seiner Aktienspekulationen das Geld am dringendsten braucht, ist auch bereit, am meisten zu zeigen. Cyrus, versorgt durch seinen Vater, will sich nicht zu irgendetwas zwingen lassen. Tim hat eigentlich nur Interesse für Musik. Innerhalb der Gruppe fängt es an zu bröckeln, und jeder zieht sich zunehmend zurück. Erik hängt dauernd vor dem Fernseher. Er schaut sich brasilianische Telenovelas an. Eine hat es ihm besonders angetan, da ein gutaussehender Schwarzer die Hauptrolle spielt, in den er sich verguckt hat. Cyrus und Erik geraten aneinander, als Cyrus Erik seine Passivität vorwirft und ihm versucht, die politische Lage der Armen in Brasilien zu verdeutlichen. Erik hält Cyrus für einen Salonrevoluzzer. Maria vermutet, daß die Jungs schwul sind. Maria arbeitet gerne für die drei, da diese keine großen Forderungen stellen. Für sie sind sie typische Gringos, die ihren Spaß haben wollen. Erst als Cyrus sie über ihre Situation und ihr Land belehren will, stellt auch sie Cyrus Motive in Frage. Für Erik werden die Ereignisse dramatischer, als er eines Abends in einer Disko einen Brasilianer kennenlernt und mit ihm für einen kleinen Fick an den Strand geht. Um die Jungs ihrer Kultur vielleicht näher zu bringen, lädt Maria Tim und Cyrus zu einem „Umbanda“-Ritual ein. Beide sind aus unterschiedlichen Gründen davon fasziniert. Sie erzählen Erik begeistert davon. Bei seinen Einkäufen in der Stadt trifft Erik zufällig den Schauspieler Miguel, den er aus der Telenovela kennt. Nach anfänglichen Mißverständnissen verabreden sich die beiden und kommen sich bei einer Bootsfahrt näher. Langsam entwickelt sich eine zarte Liebe. Cyrus sucht nach seinen Ursprüngen in Brasilien. Tim trifft eine Rapband. Werden die drei zusammenbleiben?

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    Schnupfen im Kopf

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2010
    Produzentin/Regie/Buch
    Gamma Bak

    Psychose. Eine Krankheit, die nicht heilbar scheint, eine Diagnose, die das Leben der Betroffenen buchstäblich auf den Kopf stellt. Nichts ist mehr, wie es war, an Aufenthalte in der Psychiatrie schließt sich eine oft lebenslange Abhängigkeit von Medikamenten an, deren Nebenwirkungen gravierend sein können. Über die Krankheit zu sprechen ist ein Tabu -- denn wer erklärt sich schon freiwillig für verrückt? Die selbst betroffene Autorin und Regisseurin Gamma Bak hat es zum ersten Mal überhaupt gewagt, über die diversen Stadien ihrer Krankheit einen autobiografischen Film zu drehen. Entstanden ist ein extrem intimes und faszierendes Selbstporträt, das nicht nur einen Einstieg in das komplexe Thema bietet, sondern auch einen direkten Einblick in das Ringen mit der Diagnose „Psychose“ und der damit verbundenen Stigmatisierung erlaubt.

    Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    The Secret Ingredient oder: Die Würze des Wesens

    Ort
    Israel
    Jahr
    2013
    Buch/Regie/Kamera/Schnitt
    Dror Shostak

    Warum schmeckt indisches Essen immer so gut? Und warum geht es den Indern seelisch so gut, obwohl sie oft bettelarm sind? Vier Freunde wollen es wissen und reisen auf den Subkontinent auf der Suche nach dem „wahren Geist“. Sie lernen dabei viel über ihre eigene Identität und ihre Herkunft und treffen auf berühmte Gurus und Heiler, von Sri Sri Ravi Shankar bis zu Amma, die die Menschen mit ihren Umarmungen glücklich macht. Und: sie lernen alles über Gewürze! „The Secret Ingredient oder: Die Würze des Wesens“: Eine kulinarische Reise in die Welt der Seele und des besseren Lebens.

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    Shalom Italia

    Ort
    Israel/Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2016
    Produzentin/Buch/Regie
    Tamar Tal Anati

    Dies ist die Geschichte dreier Brüder (73, 82 und 84 Jahre alt), die sich auf die Suche nach jener Höhle in den toskanischen Wäldern begeben, in der sie sich als Kinder vor den Nazis versteckten. Sie suchen nicht nur einen geographischen Ort, sondern wollen auch eine gemeinsame Basis für ihre Erinnerungen finden und die einander widersprechenden Versionen ihrer Geschichten übereinbringen. Die Monate, in denen die Familie im Wald untertauchte und in unmittelbarer Todesgefahr fast ohne Nahrung und Wasser um ihr Überleben kämpfte, haben die Brüder jeweils unterschiedlich geprägt: Emmanuel hat sein Trauma verdrängt und noch nie darüber gesprochen. Andrea verklärt seine Erinnerungen und behauptet, die Zeit in der Höhle genossen zu haben. Und weil Ruben zu klein war, um sich überhaupt an etwas zu erinnern, muß er sich auf die Geschichten seiner Brüder verlassen.

    Wir alle haben unsere Geschichten über die Vergangenheit. Wir ordnen die Fakten irgendwie an, wir löschen einzelne Details aus, wir erfinden manches -- und all das tun wir, um unser geheimnisvolles Leben mit Sinn auszustatten. Ohne unsere Geschichten würden wir verschwinden. Was aber, wenn unsere eigene Version mit der Geschichte eines Bruders oder einer Schwester nicht übereinstimmt? Wenn wir einem Verwandten widersprechen, der selbst auch dabei war? Wer hat dann die Tatsachen auf seiner Seite? Wer denkt sich etwas aus? Gibt es Wahrheit in der Erinnerung?

    Der Film will auf diese alten Fragen eine Antwort finden. 70 Jahre nach dem Auszug aus der Höhle in den toskanischen Wäldern haben die drei Brüder völlig unterschiedliche Geschichten über die Ereignisse zu erzählen, die sich dort zutrugen. Jeder Bruder geht mit seinen Erlebnissen anders um. Jeder befriedigt dadurch andere Bedürfnisse, jeder findet sich anders zurecht. Doch nun besteigen die drei als alte Männer den Berg noch einmal und suchen die Höhle, die ihnen das Leben rettete. Sie müssen sich mit alten Ängsten auseinandersetzen, ihre Erinnerungen hinterfragen und eine Wahrheit ans Licht bringen, mit der sie alle drei leben können.

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    Solos

    Ort
    Singapur
    Jahr
    2007
    Regie/Kamera
    Kan Lume, Loo Zihan

    Ein elegant gestyltes Porträt der vergehenden Beziehung eines schwulen Paares und der Liebe einer Mutter, die fürchtet, daß ihr Sohn nie wieder zu ihr zurückkehren wird.

    Boy lebt seit einiger Zeit mit Man zusammen. Dem Teenager-Alter entwachsend langweilt sich Boy in der Beziehung und begibt sich auf die Suche nach neuen sexuellen Erfahrungen. Man beginnt sich mit der Realität des Älterwerdens abzufinden. Er hat Angst, in ein Leben der Einsamkeit zurückzukehren und versucht, die wachsende Unruhe seines jungen Liebhabers zu akzeptieren, scheitert damit jedoch. Die Mutter von Boy hat gerade eine Augenoperation überstanden. Ihr körperliches Unwohlsein ist nichts im Vergleich zu der emotionalen Belastung durch ihre Einsamkeit. Sie entwickelt eine Vorliebe für neue Haushaltsgeräte, um ihre Depression zu mildern und beginnt zu kochen und zu Haushalten in der Hoffnung, ihr Sohn könnte nach Hause zurückkehren, um mit ihr zu leben. Wenn er sie gelegentlich besuchen kommt, haben sie sich wenig zu sagen, und der Abstand zwischen den beiden vergrößert sich zusehends. Das Zögern der Mutter, das von Boy gewählte Leben zu akzeptieren, führt zu enormen Schwierigkeiten, mit ihm zu kommunizieren. Im Zustand ihrer Frustration erlebt sie sich als Fliehende -- fliehend in eine andere Welt voll Fantasie und Erinnerung nach der Schönheit der Jugend und ihrem Wunsch, geliebt zu werden.

    "Solos“ hat keine herkömmliche Erzählstruktur. Der Film ist ohne Dialoge, er vertraut auf starke Bilder und starken Ton, um seine Geschichte zu transportieren. Jede Szene in "Solos" ist gleichzeitig hoch stilisiert und schmerzhaft realistisch, das Schweigen zwischen den Charakteren ist symptomatisch für ihre emotionale Isolation.

    "Solos“ beweist, daß in Singapur auch tabubrechende Filme entstehen können. In einer Kleinstnation, in der Gemeinsinn, Gemeinwohl, Gemeinschaft alles sind, ist eine Beschwörung des Individualismus wie in „Solos“ ein Fanal und Affront. Das Land formal eine Demokratie, ist faktisch ein gelenktes Gemeinwesen ist, in dem jegliche Abweichung höchst verdächtig ist -- und in dem es dennoch viele Quer- und Weiterdenker gibt, die hoffen, daß eines Tages nicht nur westliche Kultur von ihren Mitbürgern verehrt wird, sondern auch westliches Denken.

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    A Stormy Night

    Ort
    Spanien
    Jahr
    2020
    Buch/Regie
    David Moragas Llevat

    Auf der Reise von Barcelona nach San Francisco strandet Marcos in New York, weil wegen eines Sturms alle Flüge gestrichen wurden. In seiner Not kann er im Haus seiner Schulfreundin übernachten. So lernt er Alan kennen, deren Mitbewohner, der Marcos gerne für die Nacht beherbergt. Die jungen Männer haben nichts gemein, Alan hat einen festen Freund, Marcos behauptet, stolz auf sein Single-Dasein zu sein. Aber sie müssen zwölf Stunden und einen New Yorker Sturm miteinander verbringen. Im Laufe der Nacht kommt es zu einer Art herausfordernden Spiel der beiden jungen Männer, es geht um Liebe, Beziehungen, Begehren und Glück. Alan und Marcos hegen Geheimnisse, die sie mit dem unbekannten Anderen gerne teilen würden.

    Und dann könnte die größte Herausforderung darin bestehen, sich am nächsten Morgen voneinander zu verabschieden zu müssen.

    In klaren Schwarzweißbildern erzählt der spanische Filmemacher David Moragas Llevat traumhaft sicher die Geschichte einer zufälligen Begegnung, die Geschichte einer Nacht, an deren Ende sich das Leben der beiden jungen Männer verändert hat.

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    The Stranger In Us

    Ort
    USA
    Jahr
    2010
    Buch/Regie/Ausführender Produzent
    Scott Boswell

    San Francisco, die Stadt der sexuellen Freiheit, pulsierendes Nachtleben, das Meer – ein Ort der Sehnsucht. Dies ist die Geschichte von Anthony, Stephen und Gavin, dreier junger Männer auf der Suche nach Liebe, Glück und Freiheit. Anthony folgt Stephen, dem erfolgreichen Innenarchitekten, aus Liebe nach San Francisco. Kennen- und lieben gelernt haben sich die beiden in einer Western-Bar in der Einöde Virginias. In der Stadt am Pazifik will er ein Zuhause und Sicherheit finden, und er möchte als Schriftsteller arbeiten. Doch das Leben in der Schwulenmetropole ist alles andere als einfach. Das Leben ist teuer, und statt im angesagten Castro-Viertel findet er nur im heruntergekommenen Tenderloin District eine Unterkunft. Zudem stören Stevens Depressionen und Gewaltausbrüche zusehends die Illusion einer glücklichen Beziehung. Ziel- und planlos läßt sich Anthony auf die Nächte der Großstadt ein. Dabei begegnet er dem jugendlichen Streuner Gavin, der sich als Stricher verdingt, und mit ihm gerät er in eine Welt aus flüchtigem Sex, Drogen und Gewalt. Hin- und hergerissen zwischen Orten, Wünschen und Idealen kämpft Anthony um die Erfüllung seiner Träume. Wird er bei seiner Suche mehr finden als das Fremde in sich? „The Stranger In Us“, ein leiser, berührender Film mit stimmungsvollen Aufnahmen und feinfühligen Dialogen und einem San Francisco, wie man es so nur selten sieht.

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    Stud Life

    Ort
    UK
    Jahr
    2012
    Buch/Regie
    Campbell X

    JJ hat eigentlich alles: sie kann sich eine Wohnung in London leisten, hat als Hochzeitsfotografin einen tollen, selbstbestimmten Job, und sie hat jede Menge Freunde in der angesagten queeren Szene der britischen Hauptstadt. Auch ihr bester Kumpel Seb, ein moderner schwuler Junge, könnte mit dem Leben zufrieden sein. Doch wie es eben so ist: auch Liebe gehört zum Leben, und so sind beide auf der Suche nach Traumprinzessin beziehungsweise Mann fürs Leben. Als JJ die superschöne Elle kennenlernt, könnte eigentlich alles klar sein. Aber: hätte eine Beziehung zwischen einer Butch-Lesbe wie JJ und der fem Elle wirklich eine Zukunft? Zumal Elle ihr Geld mit Dienstleistungen verdient, die von einer Partnerin ziemliche Toleranz verlangen. Und Seb? Der blonde Kleindealer Smack Jack streicht zwar ständig um ihn herum, ist aber eigentlich überhaupt nicht sein Typ, denn Seb hätte gern, daß ihn seine Internetbekanntschaft mit dem finsteren Blick, Manchester Joe, mal so richtig rannimmt. Wird sich Liebe durchsetzen -- auch gegen alle Klischees? Absolutely sexy: „Stud Life“ ist ein moderner, bunter, kantiger britischer Film jenseits aller üblichen Bilder von jungen Lesben und Schwulen. Campbell X inszeniert eine unbeschwerte Erzählung über Gender, Sexualität und das Leben von jungen Leuten in der Großstadt -- eine wunderbare Geschichte von Liebe und Freundschaft.

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    Tagaytay

    Ort
    Philippinen
    Jahr
    2008
    Produzent/Regie
    Adolfo Borinaga Alix jr.

    JP und William sind Freunde seit ihrer Jugend, und sie waren einmal ein Paar. Ein schönes Paar. Nach Jahren treffen sie sich wieder in einem traumhaften Landhaus an einem der schönsten Orte Asiens, in Tagaytay. Die beiden sind nun erwachsen, einer der beiden ist auch verheiratet. Sie versuchen zwar, ihre Lust aufeinander im Zaum zu halten, doch bald schon brechen sich die immer noch vorhandenen Gefühle der beiden ihren Bann.… und es beginnt eine Liebesnacht voller Leidenschaft. In traumhaften Bildern und mit zwei betörenden Darstellern erzählt der philippinische Regisseur Adolfo Alix eine gefühlvolle Geschichte von Liebe, Leidenschaft und Begehren.

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    Tan Lines

    Ort
    Australien
    Jahr
    2006
    Buch/Regie/Kamera/Produktion
    ED

    „Tan Lines“ erzählt die Geschichte von Midget Hollows, Surfer, Teenager, Partygänger. Midget lebt in einer kleinen Küstenstadt. Sein bequemes Leben am Strand und mit Freunden wird auf den Kopf gestellt, als er sich in einen anderen Surfer verliebt. Es entwickelt sich ein Konflikt zwischen seinen Gefühlen und dem männlichen Gehabe in der Surferszene. Ganz abgesehen von dem merkwürdigen Job, den er bei der wunderlichen Miss McQuillan zu erledigen hat.

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    Trouble

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    1993
    Regie
    Penelope Buitenhuis

    Berlin zu Beginn der 1990er Jahre. Tausende junger Leute sind in die Stadt gekommen, um die neu entstandene Freiheit ausprobieren zu können. Im Osten tobt der Kampf um besetzte Häuser, und Kreuzberg erlebt politisch unruhige Zeiten. Zu den vielen, die sich in der Stadt ohne Mauern ein neues Leben aufbauen wollen, gehört die Kanadierin Jonnie. Sie ist jung, impulsiv und kann gut singen. Für ihre alte Heimat empfindet sie nur Verachtung. Den miesen Job als Bedienung in einer Besetzerkneipe macht sie gerne, solange sie gleichzeitig die Frontfrau der Band „Jellobelly“ sein kann. Für „Jellobelly“ und andere Bands ist das alternative „Rock House“ eine zweite Heimat. Doch eines Tages fällt das abbruchreife Haus Spekulanten in die Hände. Die Band ist vom Rauswurf bedroht. Und auch privat kommt Jonnies Leben ins Schlingern. Sie verliebt sich in den charmanten Alleskönner Erik, doch der fordert eine feste Beziehung, und das verträgt sich nicht mit ihrem Freiheitswillen. Zudem ist Erik in illegale Machenschaften verwickelt: er und seine Freunde wollen mit einem Piratensender ihre politischen Forderungen öffentlich machen. Nur wissen sie nicht, wo sie die teuren Sendeanlagen hernehmen sollen. Als jedoch Jonnie mitsamt Band den Reporter eines Lokalsenders kennenlernt,der in seinem Programm ein Livekonzert übertragen will, wittern Erik und seineFreunde die Chance: sie klauen kurzerhand den Ü-Wagen... Mit der charismatischen Yvonne Ducksworth, Sängerin der Kult-Band „Jingo deLunch“, Françoise Cactus (von „Stereo Total“) und Erdal Yildiz („Lola und Bilidikid“, „Barfuss“) ist „Trouble“ ein starker Szenefilm und zugleich ein Zeitdokument mit einem tollen Soundtrack.

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    Uta

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2019
    Buch/Regie
    Mario Schneider

    Uta stand der DDR-Underground-Kultur nahe und verdient sich ihre Groschen als Straßensängerin. In einfachsten Verhältnissen lebend und von schweren Schicksalsschlägen gezeichnet, sieht sie stets das Gute im Menschen. Wie groß ihr Herz tatsächlich ist, wird auf den Prüfstand gestellt, als ihr langjähriger Lebensgefährte Jens sich in einen jungen Schauspieler verliebt.

    Filmgespräch mit Mario Schneider bei DOK.fest München 2020

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