Am Puls des Gletschers

Ort
Bundesrepublik Deutschland
Jahr
2015
Buch/Regie
Martina Treusch

Ein Gletscher ist nicht einfach ein großer Eiswürfel. Ihn durchziehen Kanäle und Seen, er bewegt sich auf Gestein, Geröll oder Wasser in verschiedenen Temperaturen. Seine enormen Kräfte schieben und zerreißen ihn. Doch wie genau sich die riesigen Eismassen der Gletscher verändern ist in vielen Bereichen noch unbekannt. Eindeutige Vorhersagen sind unmöglich. Es ist das Ziel einer kleinen internationalen Gruppe von Wissenschaftlern, den Kilometer dicken Eispanzer Grönlands in seiner Bewegung zu erforschen. Sie wollen wissen, wie das Eis unter ihnen aufgebaut ist, denn erst dann können sie bessere Modelle zur Entschlüsselung der Gletscherdynamik entwickeln. Eine packende Dokumentation über den Klimawandel und seine Folgen. Der Film begleitet die Spezialisten des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts in die entlegenste Region unserer Erde, um die Geheimnisse des ewigen Eises zu entschlüsseln.

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Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt die Glieder

Ort
Bundesrepublik Deutschland
Jahr
2014
Produzentin/Buch/Regie
Claudia Funk

Unsere heutige Gesellschaft altert rasch, das Thema „Altern in Würde“ wird immer wichtiger. Welche Alternativen gibt es zum viel diskutierten Pflegemodell? Wie und unter welchen Umständen wollen wir selbst altern? Der abendfüllende Dokumentarfilm „Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt die Glieder“ von Claudia Funk zeigt auf spannende und humorvolle Weise, wie im rumänischen Siebenbürgen ein ganz anderes Modell für das „Altern in Würde“ erfolgreich praktiziert wird. Dieses Modell eines gemeinsamen Lebens im Alter steht im Mittelpunkt des Films. Die Siebenbürger Sachsen leben in einer Zentralregion Rumäniens, die etwa so groß wie Bayern ist. Nach dem Sturz des Diktators Nicolae Ceaușescu 1989 sind von den etwa 120.000 Sachsen nur noch ca. 10.000 in ihrer Heimat geblieben, vor allem die Älteren und Alleinstehenden. Ungefähr 30 dieser Menschen im Alter zwischen 60 und 90 Jahren leben zusammen in einem Altersheim in Hetzeldorf/Aţel. Der einfühlsame Film beobachtet mit pfiffigem Witz, aufgenommen in klaren, schönen Bildern das Alltagsleben seiner Bewohner. Sie beackern 12 Hektar Land, kümmern sich um Kühe, Schafe und Hühner. Jeder tut das in seinem Tempo, jeder so lange und so gut er kann. Sie bekommen für ihre Arbeit etwas, was in Deutschland selten geworden ist: das Versprechen, in ihrer gewohnten Umgebung und in Würde alt werden zu können. Egal wie lange es dauert, egal, was es kostet. Sie werden im Altenheim gepflegt bis zum letzten Tag. Ein Drittel der anfallenden Kosten kann das Altenheim eigenständig erwirtschaften, der Rest kommt von Zuschüssen und Spenden. Aber die Arbeit ist nicht der einzige Grund, warum jeder hier seine Aufgabe hat. „Das macht auch etwas mit dem Menschen”, sagt Ursula Juga Pintican, die Leiterin der Diakonie Mediasch, dem Träger des Altenheims. „Man gibt ihm ein bißchen mehr das Gefühl, daß er gebraucht wird. Daß er nicht nur hergekommen ist, und da jetzt wartet auf sein Ende.“ Die Jury der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) hat den Film einstimmig mit dem Prädikat „wertvoll“ ausgezeichnet. Er ist „ein kluger Dokumentarfilm“, in dem sich „die Autorin auf unaufdringliche Art ihren Protagonisten nähert und ihnen immer genügend Raum und das Vertrauen gibt, zu Wort zu kommen und ihre Sicht auf das Leben zu offenbaren. Das Altenheim von Atel gleicht einer Alten-WG, in der sich die Bewohner gegenseitig unter die Arme greifen und damit noch nicht vollständig aufs Altenteil ,abgeschoben‘ wurden. [.] Das kann auch ein generelles Modell für das Zusammenleben in einer alternden Gesellschaft sein“, urteilte die FBW-Jury.

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BERLIN -- layers of movement

Ort
Bundesrepublik Deutschland
Jahr
2017
Produzentin/Konzept/Regie
Natascha Küderli

Berlin – eine Stadt in ständiger Veränderung und Bewegung. U- und S-Bahnen, Busse, Schiffe, Züge, Räder, Flugzeuge, Autos und Fußgänger bewegen sich neben-, über-, unter- und miteinander. Sie tun dies im Tunnel, in der Luft, über Gleise, Straßen, Flüsse, Wege und Stege – wie in einem eigens choreographierten Tanz. Es ist der Puls Berlins, der den Betrachter bannt. Die Künstlerin Natascha Küderli komponiert in ihrem Film ein Miteinander dieser Bewegungsebenen. Dabei zeigt sie nicht nur den scheinbar immerwährenden Trubel, sondern auch die ruhigen Momente, wie etwa die Menschen auf den Start- und Landebahnen des stillgelegten Flughafens Tempelhof. „BERLIN – layers of movement“ vibriert im Rhythmus der Metropole. Seit dem legendären Stummfilmklassiker „Berlin. Die Sinfonie der Großstadt“ wurde das brodelnde Geschehen auf Berlins Schienen, Straßen und Gewässern nicht mehr so faszinierend gezeigt wie hier.

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Kommen Rührgeräte in den Himmel? Ein Film über Nachhaltigkeit

Ort
Bundesrepublik Deutschland
Jahr
2016
Buch/Regie
Reinhard Günzler

Carmen stammt aus der Schweiz und studiert Design im exotischen Thüringen. Nachdem ihr nagelneuer Mixer bei dem aufwühlenden Versuch, einen Kuchen zu backen, den Geist aufgegeben hat, entdeckt sie auf einem Jenaer Flohmarkt ein Rührgerät aus DDR-Zeiten. Es leuchtet in grellem Orange, ist deutlich älter als sie selbst -- und trotzdem noch tadellos in Form. Es heißt RG 28. Carmen ist von dem Rührer aus dem „Elektrogerätewerk Suhl“ fasziniert. Um hinter das Geheimnis seiner sagenhaften Langlebigkeit zu kommen, begibt sie sich auf eine Forschungsreise in die Welt der Gerätschaften. Sie fragt Konstrukteure und Technologen, Designer und Ökonomen, Historiker, Theologen und Psychologen: In welchem Verhältnis stehen wir zu unseren Erzeugnissen? Und wie verändert sich diese Beziehung? Auf ihrem Trip begegnet Carmen den Menschen, die einst ihr RG 28 gebaut haben. Sie hört Geschichten von einer fremden, untergegangenen Wirtschaftsform, einem System, in dem die Mitarbeiter sich mit „ihrem“ Betrieb und „ihren“ Produkten vollkommen identifizieren konnten. Ist die innere Verbundenheit des Schöpfers mit seinem Werk die wesentliche Voraussetzung für ein gutes Produkt? Macht es einen Unterschied, ob wir Dinge herstellen, um einen Unternehmer oder einen Aktienbesitzer noch ein bißchen reicher zu machen, oder ob wir Dinge schaffen, von denen wir glauben, dass die Menschen sie brauchen? Wo und unter welchen Bedingungen wird der größte Teil unserer Gebrauchsgegenstände heute hergestellt? Warum werfen wir vieles davon schon nach wenigen Jahren wieder auf den Müll? Können wir zu einem Ding, dem nur eine geringe Lebenserwartung vergönnt ist, noch eine respektvolle Beziehung entwickeln? Schwindet mit der wachsenden Gleichgültigkeit gegenüber den Dingen auch der Respekt gegenüber denen, die sie geschaffen haben? Ihre Begegnungen und Gespräche führen Carmen schließlich zu der Frage, ob es ethisch vertretbar ist, unseren Erzeugnissen das zu verweigern, was wir für uns selbst erhoffen: Ein langes Leben.

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Risiko Vulkan -- Der Feuerberg von Java

Ort
Bundesrepublik Deutschland
Jahr
2015
Buch/Regie
Felix Krüger

Wissenschaftler zählen ihn zu den zehn gefährlichsten Vulkanen der Welt. Immer wieder hat er sein tödliches Potential bewiesen -- Merapi, der Feuerberg von Java. Allein in den vergangenen hundert Jahren forderte er über 1500 Opfer. Das Risiko eines erneuten, schweren Ausbruchs ist hoch und könnte möglicherweise sogar global spürbare Folgen haben. Vulkanologen aus der ganzen Welt beobachten mittlerweile jede Regung des Merapi -- auch weil er seit der letzten großen Katastrophe im Jahr 2010 unberechenbar geworden ist. Nun sind Wissenschaftler des Deutschen Geoforschungszentrums in Potsdam einer bisher unbekannten tektonischen Verwerfung auf der Spur, die möglicherweise ein Schlüssel zur Erforschung des großen Unbekannten werden könnte. Zwei Hauptziele verfolgen die Forscher am Feuerberg: zum einen geht es um die Verbesserung der Vorhersagemöglichkeiten, darum, Menschen in dem dichtbesiedelten Gebiet künftig besser schützen zu können. Andererseits wollen sie die Mechanismen dieses hochexplosiven Typs besser verstehen, der exemplarisch steht für eine Reihe von besonders gefährlichen Vulkanen auf der Erde. Im Mittelpunkt des Films steht eine Expedition bis auf den 3000 m hohen Rand des dampfenden Kraters. Die Kamera begleitet die Forscher in die lebensfeindliche und zugleich faszinierende Welt. Auf welche Fragen suchen sie dort oben Antworten? Was hat es mit einer geheimnisvollen Spalte auf sich, die sich plötzlich mitten durch den Vulkan zieht? Und welche Gefahr steckt tatsächlich im Untergrund der Insel Java? Gemeinsam mit Forschern aus Deutschland, Frankreich und Indonesien begibt sich der Film auf eine spannende Spurensuche am aktivsten Vulkan Indonesiens.

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Shalom Italia

Ort
Israel/Bundesrepublik Deutschland
Jahr
2016
Produzentin/Buch/Regie
Tamar Tal Anati

Dies ist die Geschichte dreier Brüder (73, 82 und 84 Jahre alt), die sich auf die Suche nach jener Höhle in den toskanischen Wäldern begeben, in der sie sich als Kinder vor den Nazis versteckten. Sie suchen nicht nur einen geographischen Ort, sondern wollen auch eine gemeinsame Basis für ihre Erinnerungen finden und die einander widersprechenden Versionen ihrer Geschichten übereinbringen. Die Monate, in denen die Familie im Wald untertauchte und in unmittelbarer Todesgefahr fast ohne Nahrung und Wasser um ihr Überleben kämpfte, haben die Brüder jeweils unterschiedlich geprägt: Emmanuel hat sein Trauma verdrängt und noch nie darüber gesprochen. Andrea verklärt seine Erinnerungen und behauptet, die Zeit in der Höhle genossen zu haben. Und weil Ruben zu klein war, um sich überhaupt an etwas zu erinnern, muß er sich auf die Geschichten seiner Brüder verlassen. Wir alle haben unsere Geschichten über die Vergangenheit. Wir ordnen die Fakten irgendwie an, wir löschen einzelne Details aus, wir erfinden manches -- und all das tun wir, um unser geheimnisvolles Leben mit Sinn auszustatten. Ohne unsere Geschichten würden wir verschwinden. Was aber, wenn unsere eigene Version mit der Geschichte eines Bruders oder einer Schwester nicht übereinstimmt? Wenn wir einem Verwandten widersprechen, der selbst auch dabei war? Wer hat dann die Tatsachen auf seiner Seite? Wer denkt sich etwas aus? Gibt es Wahrheit in der Erinnerung? Der Film will auf diese alten Fragen eine Antwort finden. 70 Jahre nach dem Auszug aus der Höhle in den toskanischen Wäldern haben die drei Brüder völlig unterschiedliche Geschichten über die Ereignisse zu erzählen, die sich dort zutrugen. Jeder Bruder geht mit seinen Erlebnissen anders um. Jeder befriedigt dadurch andere Bedürfnisse, jeder findet sich anders zurecht. Doch nun besteigen die drei als alte Männer den Berg noch einmal und suchen die Höhle, die ihnen das Leben rettete. Sie müssen sich mit alten Ängsten auseinandersetzen, ihre Erinnerungen hinterfragen und eine Wahrheit ans Licht bringen, mit der sie alle drei leben können.

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Städte am Meer

Ort
Bundesrepublik Deutschland
Jahr
2015
Buch/Regie
Christian Stiefenhofer, Sebastian Lindemann, Jan Hinrik Drevs, Ilka Franzmann

Städte am Meer sind Tore zur Welt. Ob Marseille, Hongkong, Hamburg, Sankt Petersburg oder Melbourne -- sie alle sind zutiefst geprägt von ihrer maritimen Lage und seit jeher eng verbunden mit Entdeckergeist und Abenteuerlust. Sankt Petersburg etwa, das Peter der Große als Fenster zum Westen erschuf, diente als Sprungbrett von der Alten in eine Neue, noch zu erobernde Welt. Hongkong oder Melbourne entstanden fernab von Europa als Brückenköpfe in den Neubeginn. Ihre geostrategische Lage machte die Städte am Meer wiederholt zu Spielbällen wechselnder politischer Mächte und Systeme, zu Orten des Transits für Träumer und Migranten, zu Schmelztiegeln von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kultur. Die Unendlichkeit ihrer vorgelagerten Meere wurde für Einheimische wie Fremde zur Projektionsfläche für Sehnsüchte, Wünsche und Visionen. Mit den neugierigen Augen des Fremden durchstreifen wir ausgewählte Meeresstädte dieser Welt, erkunden mit neuester Cineflex-Technik, Drohnen und einer eigenen filmischen Sprache deren Wesen und Eigenheiten. So entstehen akustisch wie visuell stimmungsvolle Erzählungen, die über die Begegnung mit den dort lebenden Menschen hinausgehen und die Städte selbst zum wichtigsten Protagonisten machen.

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Wetter und Architektur

Ort
Bundesrepublik Deutschland
Jahr
2014
Buch/Regie
Ariane Riecker

Der Spiegel der Meere steigt, die Ozeane erwärmen sich, die Stürme bekommen mehr Kraft, in einigen Teilen der Welt sind bedrohliche Niederschlagsmengen zu verzeichnen, in anderen anhaltende Hitzeperioden. Die Experten befürchten: Der Klimawandel hat Folgen. Denn Jahr für Jahr steigen auch die Summen der Schäden, die die Extremwetterereignisse auf der ganzen Welt anrichten -- der Hurrikan Katrina hat uns Menschen 80 Milliarden Dollar gekostet, der Taifun Haiyan tötete über 5000 Menschen -- viele in ihren Häusern. Erfüllt unsere Architektur noch ihren eigentlichen Zweck -- nämlich uns vor Kälte und Hitze, vor Regen und Sturm zu schützen? Längst diskutieren Architekten und Ingenieure weltweit, wie wir in Zukunft bauen müssen.

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