Kurt Schmidt (links) und Wilfried Friedrich

Herr Schmidt und Herr Friedrich

Ort
Bundesrepublik Deutschland
Jahr
2001
Buch/Regie/Produktion
Ulrike Franke, Michael Loeken
Kamera
Jörg Adams
Mitwirkende
Kurt Schmidt, Wilfried Friedrich, Lena Stolze (Sprecherin)
Laufzeit
72 min.
Farbe
Farbe
Fassung
Originalversion (deutsch)

Inhalt

Ein Porträt eines schwulen Paars, das zugleich Beziehungskomödie und Reise in
die deutsche Vergangenheit ist. Die Liebe von Kurt Schmidt und Wilfried
Friedrich hat die Mauer in Deutschland und die Mauer im privaten Leben
überwunden. Mit großer Offenheit berichten sie über ihre Vergangenheit,
ihre Zukunftspläne und ihren Umgang mit den Sorgen der Gegenwart.
Wir reisen in eine kleinbürgerliche Welt, eine perfekte Ehe, ein Leben
voller Leidenschaft für das Triviale. Der Film berichtet jenseits von
Voyeurismus, Bloßstellung und Häme aus der deutschen Provinz. Aus dem
speziellen Fall von Herrn Schmidt und Herrn Friedrich wird eine allgemeine
Zustandsbeschreibung dieses Landes, voller Melancholie.

Aus den Stasiakten: Operative Personenkontrolle der Person Wilfried Friedrich:
"Bei der Bearbeitung des F. muß davon ausgegangen werden, daß er
homosexuell ist. Durch diese abnorme Entwicklung der Persönlichkeit ging der F.
seit früher Jugend dazu über, persönliche Befriedigung in postalischen Kontakten
zu Schlagersängern und Filmstars aus dem nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet
zu finden und durch Bettelbriefe an Autogramme und Schallplatten zu kommen.
Durch die Verbindung zu einem Schlagerklub lernte der F. 1977 den
gleichgesinnten BRD-Bürger Kurt Schmidt kennen. Zwischen ihnen entwickelte sich
eine intensive Verbindung."

Pressestimmen

Im Spannungsfeld von Kitsch und Tragik entstand ein schöner, trauriger Film: (er) erzählt von einer deutsch-deutschen Liebesgeschichte.
Claus Löser, die tageszeitung