All My Life

    Ort
    Ägypten
    Jahr
    2008
    Produzent/Buch/Regie/Schnitt
    Maher Sabry

    Rami ist 26, lebt in Kairo, hat einen gut bezahlten Job, liebt das Leben -- und er ist schwul. Nicht unbedingt offen, aber er versteckt sich nicht hinter heterosexuellen Beziehungen. Er war glücklich mit Walid, der ihn jedoch für eine Frau verlassen hat -- aus „Rücksicht“ auf die Familie. Ramis beste Freundin Dalia verläßt die Stadt, geht an die Uni von San Francisco und drängt Rami, mit ihr zu kommen. Karim, der beste Freund, Arzt, treibt sich gerne in der versteckten schwule Szene der Metropole herum, hat einen amerikanischen Liebhaber und wird bei einer Razzia beinahe verhaftet. Ahmad, Ramis Nachbar, ist ein strenggläubiger Muslim, der mit seinen unterdrückten Trieben hadert. Und Mina, der christliche Junge von gegenüber, begehrt Rami schon lange, lebt ungeoutet unter der Fuchtel seiner Mutter. Rami beginnt ein unstetes Leben und gibt sich mit Touristen ab, die auf der Suche nach Sex sind. Als er den charmanten jungen Atef kennenlernt, einen Kellner, muß er sich entscheiden: kann er jemandem lieben, der nicht aus seinen Kreisen stammt? Im Jahr 2001 wurden 52 Männer in der Discothek „Queen Boat” 2001 in Kairo verhaftet. Auf dieser Basis erzählt Autor und Regisseur Maher Sabry von der problematischen Realität schwulen Alltags in Ägypten. Die dreijährige Drehzeit ohne Budget und unter hohen Risiken, geprägt von Zensurbestimmungen und staatlichen Restriktionen, hat sich gelohnt: „All My Life“ ist ein Paradebeispiel des ägyptischen Untergrund-Films, ein politisches und poetisches Statement für den Kampf um Freiheit und (sexuelle) Selbstbestimmung. Und daß ein Ex-Mufti die sofortige Verbrennung des Films gefordert hat und ein führender Doktor dem Film unterstellt, er würde aufgrund der Darstellung von schwulem Sex die Verbreitung von Aids fördern, zeigt, wie massiv die staatliche und religiöse Unterdrückung Andersdenkender wirklich war und möglicherweise heute noch ist. Der Film ist ein wichtiges Zeitdokument aus dem vorrevolutionären Ägypten, einem Land, das in seiner Jahrtausende alten Geschichte noch nie eine demokratische Staatsform gesehen hat, eines Landes, dessen Zukunft niemand erahnen kann. Er entstand als „No-Budget-Film“ mit Laiendarstellern zu Teilen heimlich in Kairo und in San Francisco, wohin viele der Mitwirkenden im Exil leben.

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    Bandaged

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/USA/Frankreich
    Jahr
    2009
    Regie
    Maria Beatty

    Die betörend schöne Lucille wird bald 18. Endlich kann sie der Enge der einst prächtigen Villa entkommen, die sie mit ihrer Großtante und ihrem Vater teilen muß. Ihr Traum: ein Literaturstudium. Der herrschsüchtige und ätherabhängige Vater, ein Chirurg, will sie jedoch zu einem Medizinstudium zwingen. Sie soll ihn später einmal bei seinen Versuchen unterstützen, Menschen perfekter zu heilen als die Medizin es je konnte. Dann kommt es zu einem rätselhaften Unfall: Lucilles Gesicht ist verätzt, sie ist bandagiert ans Bett gebunden und für ihren Vater ein ideales Subjekt für seine bizarren Versuche mit Hauttransplantationen. Für Lucilles Pflege (und vor allem zu ihrer Überwachung) engagiert er die Krankenschwester Joan. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich schon bald eine leidenschaftliche Liebe. Doch nicht nur ihre Affäre ist eines von vielen Geheimnissen des alten Hauses. Denn was wird geschehen, wenn Lucille, von den Bandagen im Gesicht befreit, noch mehr Freiheit ersehnt? „Bandaged“ ist ein sehr erotisches lesbisches Drama mit viel Camp, eine Verneigung vor den düsteren Krimiklassikern der 1950er und 1960er Jahre. In der Rolle der Joan brilliert Susanne Sachsse („The Raspberry Reich“, „alaska.de“).

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    BoY

    Ort
    Philippinen
    Jahr
    2009
    Regie
    Auraeus Solito

    Boy ist im Begriff, volljährig zu werden, hat ein wenig auf der Tasche, und statt es wie bisher in Comics und Aquarienfische zu investieren, möchte er das Geld nun für Liebe ausgeben. Denn davon gibt es wenig in seinem Leben mit einer ständig diskutierenden Mutter und einem abwesenden Vater, der sich längst für eine neue Familie entschieden hat. Sein erster Besuch in einem Nachtclub läßt ihn eine ganz neue Welt entdecken: die Welt von Transvestiten, käuflicher Liebe, Alkohol und Drogen. Und die der philippinischen „Macho Dancer“, die den hübschen Jungen schon bald umschwirren wie die Motten. Doch kann so ein Macho Dancer wirklich die große Liebe sein? Mit einfachen Mitteln liebevoll inszeniert zeichnet Regisseur Auraeus Solito (Gay Teddy Bear Award 2006 für „The Blossoming Of Maximo Oliveiros“) eindrücklich Portraits seiner Figuren, die in einem Spannungsfeld von Korruption, Armut und Sexualität ihren Weg suchen.

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    Contracorriente -- Gegen den Strom

    Ort
    Peru/Kolumbien/Frankreich/Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2010
    Buch/Regie
    Javier Fuentes-León

    Miguel und Maria sind ein glückliches Paar, frisch verheiratet, ein Kind wird erwartet. In seinem Dorf ist Miguel als Fischer ein angesehenes Mitglied der Gemeinschaft. Ein perfektes Idyll, wäre da nicht der Mann aus der Stadt, ein Maler, mit dem sich Miguel immer wieder trifft. Die Dorfbewohner ahnen, der Zuschauer sieht es: Santiago und Miguel sind auch ein Paar, wenn auch ein heimliches. Doch ein Schicksalsschlag stört die Idylle -- und fügt sie auf ganz neue, unerwartete Weise wieder zusammen. „Contracorriente -- Gegen den Strom“, ein Film mit einem großen Herzen, inszeniert in wunderbaren Bildern, eine universelle Geschichte von unterdrücktem Begehren, Leidenschaft und wahrer Liebe.

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    er moretto

    Ort
    Schweiz/Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    1984
    Buch/Regie
    Simon Bischoff

    Rom im Sommer 1980. Franco, ein 13jähriger Junge, bricht aus der sozialen Misere seines Zuhauses aus. Er treibt sich in der Großstadt herum und verdient sein Geld als Stricher. Man nennt ihn wegen seiner dunklen Hautfarbe "er moretto", den Mohren. Nach zwei Jahren verändert er sein Leben radikal. Er läßt sich von einem Krankenpfleger umwerben und nach und nach in die Gesellschaft einführen. Aber nicht nur seine Entwicklung ist Thema des ersten Films des damals in Rom lebenden Schweizers Simon Bischoff. Mit der Geschichte von Franco verknüpft sich auch die Säuberung Roms: die Zerstörung des Circo Massimo, des historisch gewachsenen Treffpunkts aller Außenseiter der Gesellschaft. Den ineinander verstrickten Geschichten entsprechend ist "er moretto" eine Mischung aus semidokumentarischen Szenen, in denen Alevino di Silvio in die Rolle des Franco schlüpft und einem Interview mit dem inzwischen 17jährigen Franco. Es entsteht ein fantasievolles, fiktives und zugleich auch authentisches Bild der Römer Stricherszene Anfang der 1980er Jahre.

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    fucking different

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2005
    Buch/Regie
    Eva Bröckerhoff, Jürgen Brüning, Michael Brynntrup, Martina Minette Dreier, Juana Dubiel, Undine Frömming, Isabella Gresser, hollyandgolly, Heidi Kull, Markus Ludwig, Peter Oehl, Nathalie Percillier, Kristian Petersen, Jörg Andreas Polzer, Michael Stock, Waltraud M. Weiland, Ades Zabel

    Sonntagmorgen im Bett. Ein lesbisches Paar fantasiert: „Wie wärst Du, wenn Du ein schwuler Typ wärst?“ -- „Dann wär´ ich so´n richtiger Kerl…“ Das Gedankenspiel geht weiter, doch schnell kommen Fragen auf: „Meinst Du, die spülen sich vor dem Sex den Darm aus? Und zieht man einen Cockring eigentlich über einen steifen oder schlaffen Schwanz?“ Um Sex, Liebe und viel viel mehr drehen sich die 15 Kurzfilme, die fucking different versammelt. Von der plötzlichen Lust beim Tennisspiel bis zum Besuch im Penismuseum von Rejkjavik -- diese Filme erzählen Lesben alles, was sie schon immer über Schwule wissen wollten und verrät Schwulen noch längst nicht alles über Lesben. Die Titel: Martina; BLUE BOX BLUES; Der Hammer; Mit Herz; Der andere Planet; Sternenstaub verloren…; Die Fahrradbotin; Motorcycle In Love; Schwule Elfen; calling an ocean; Who Is Afraid Of?; Geile Sau; Pracht; Melancholy Rose Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    fucking different Tel Aviv

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2008
    Buch/Regie/Kamera/Schnitt
    Yair Hochner, Avital Barak, Stephanie Abramovich, Elad Zakai, Eran Koblik Kedar, Ricardo Rojstaczer, Nir Ne'Eman, Hila Ben Baruch, Yossi Brauman, Sivan Levy, Eyal Bromberg, Anat Salomon, Sie Gal, November Wanderin, Yasmin Max

    Tel Aviv -- das ist die heißeste Stadt für Lesben und Schwule am Mittelmeer. Tel Aviv, das bedeutet Lebenslust, Party, Sex, aber auch Alltag, Politik und Bedrohung. 16 schwule und lesbische Filmemacher berichten uns vom aufregenden Leben und Lieben in dieser Stadt. Wie schon bei „fucking different“ wurden lesbische Filmemacherinnen aufgefordert, ihre Vorstellungen und Beobachtungen zur schwulen Erotik und Sexualität zum Thema zu machen, wie auch umgekehrt schwule Filmemacher gebeten wurden, sich mit dem lesbischen Leben in der israelischen Metropole zu beschäftigen. Alle Themen, Genres und Erzählformen waren erlaubt, allein Länge und Filmformat waren vorgegeben. Herausgekommen ist dabei eine Mischung aus Dokumentar-, Experimental- und inszenierten Filmen zu einem breiten und ausgesprochen unterhaltsamen Themen­spektrum. Das könnte leicht zu einer einzigen Aneinanderreihung von Klischees, Vorurteilen und stereotypen Beschreibungen führen, doch die Produktionen der Filmemacher vermeiden diese Gefahr von Anfang an. Geistreich, schlau und ausgesprochen sexy, bieten die Filme dieser Kompilation außergewöhnliche Eindrücke von der weiblichen und männlichen Sexualität und Erotik. Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    Good Boys

    Ort
    Israel
    Jahr
    2004
    Buch/Regie/Kamera/Produktion
    Yair Hochner

    Der 17jährige Meni liebt modische Kleidung, er hat eine eigene Wohnung und ist von den schönen Dingen des Lebens durchaus angetan. Seinen Lebensunterhalt finanziert er sich selbstbewußt als Callboy. Eines Abends bestellt ihn ein Kunde zusammen mit einem anderen Stricher zu sich nach Hause, um sie beide beim Sex zu beobachten. Dabei funkt es zwischen den Jungs unerwartet. Sie verbringen auch den Rest der Nacht zusammen und versprechen am Morgen, sich wieder zu treffen -- doch ihr Alltag als Stricher erschwert das erneute Zusammenkommen. Und dann fällt Tal auf einen Cop herein, der ihn nach dem Sex in seiner Wohnung einsperrt, um mit ihm als Sexsklaven für Politiker Geld zu verdienen. Doch nach qualvollen Stunden gelingt Tal die Flucht, und er macht sich auf die Suche nach Meni. Bei dem ist zwischenzeitlich seine ehemalige Frau aufgetaucht, um das gemeinsame Baby bei ihm abzugeben, weil die Drogenabhängige im Großbordell Geld verdienen muß und dort keine kleinen Kinder geduldet werden. Auch Meni macht sich mit einem Kumpel und dem Baby auf die Suche nach Tal.

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    Kawa

    Ort
    Neuseeland
    Jahr
    2011
    Regie
    Katie Wolfe

    Nach einem Buch von Witi Ihimaera („Whale Rider“): Eine ungewöhnliche Coming-Out-Geschichte in einem stimmigen Setting. Auckland, neuseeländischer Mittelstand, glückliche Familie, schönes Haus. Kawa (Calvin Tuteao) ist ein stolzer Ehemann und Vater, erfolgreich im Beruf, ein Mann, der alles hat. Bald soll er, ganz dem kulturellen Erbe einer Maori-Familie verpflichtet, die Führung der (Groß-)Familie übertragen bekommen. Doch so einfach ist das alles natürlich nicht, denn: Kawa hat auch ein Geheimnis, er sucht gerne Badehäuser auf, und das nicht zum Schwitzen, nein: er steht auf Männer. Er hat auch einen Geliebten, einen smarten jungen Schauspieler (Dean O'Gorman). Natürlich läßt sich das Geheimnis nicht verbergen, denn eines Abends werden die beiden von Kawas Mutter beobachtet, wie sie sich küssen. Die Konsequenz: Kawa soll aus seiner Familie verstoßen werden. Doch gibt es wirklich nur diesen einen Weg? Kann es keine Versöhnung zwischen Althergebrachtem und Moderne geben? Die Familie ist gezwungen, wieder zusammenzufinden und mit sich ins Reine zu kommen. Aber wie wird das allen Beteiligten gelingen? Vor der überwältigenden Küstenkulisse der neuseeländischen Nordinsel entfaltet sich ein beeindruckendes und sinnliches Drama.

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    love, peace and beatbox

    Ort
    bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2007
    Buch/Regie/Schnitt
    Volker Meyer-Dabisch

    Zischen, Zirpen, Knistern, Knarren, Quietschen, Gluckern, Wummern oder ein schlichtes Plopp -- es gibt kein Geräusch, das ein Beatbox-Crack nicht mit seinem Mund nachmachen könnte. Beatboxing oder Mouthdrumming gilt nach Rap, DJing, Breakdance und Graffiti als das fünfte Element des Hip-Hop. Wie in vielen anderen Großstädten hat sich auch in Berlin in den letzten Jahren eine vielschichtige Szene entwickelt. Zu ihr gehört 4xsamples. Sie sind die amtierenden Vizeweltmeister im Teambattle und gehören zu den populärsten Bands der Republik. Die von DJ Mesia, BeeLow und dem 2003 ermordeten Maxim erfundene Beatboxmeisterschaft ist mittlerweile bis nach Australien exportiert worden. 2006 begann der Filmemacher Volker Meyer-Dabisch die Protagonisten der Berliner Beatbox-Szene bei ihren Auftritten, im Studio und beim Proben zu beobachten. In seinem Film „love, peace & beatbox“ stellt er jetzt die wichtigsten Protagonisten der Szene vor, läßt sich ein in ihren Kosmos der Töne, Rhythmen und Geräusche, lauscht ihrer Kunst und erklärt dem Publikum die Beatbox-Welt. Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    Mein süßer kleiner Arsch

    Ort
    Schweiz
    Jahr
    1997
    Buch/Regie/Kamera
    Simon Bischoff

    Herren im Ruhestand haben sich in die marokkanische Hafenstadt Tanger zurückgezogen, um hier Sonne, Meer, Leben, Liebe und Sex zu genießen -- schwulen Sex. Es ist Morgen in Tanger: Gymnastik für Jean Neuenschwander, einst Postangestellter, Hoteldirektor, heute Pensionär und Hauptperson dieses Films. In Tanger hat er sich mit 51 Jahren niedergelassen, um einen sorglosen Ruhestand in Luxus zu genießen. "Mein süßer kleiner Arsch" ist die Chronik seines Intimlebens, von dem Neuenschwander gerne und ausschweifend erzählt, gelegentlich obsessiv in seiner Detailtreue. Am liebsten schildert er seinen ersten schwulen Sex, seine sexuellen Vorlieben, die Vorzüge und Annehmlichkeiten marokkanischer Ärsche, die Genüsse eines frivolen und gesunden Lebens. Simon Bischoff baut seinen Film rund um Jean Neuenschwander auf und zeichnet -- von dessen Geschichte ausgehend -- ein differenziertes Bild der Schwulenszene von Tanger. Ob es ein Sitten- oder ein Unsittengemälde dieser Welt ist, läßt Bischoff offen. Und genau das ist die Stärke des Films: akribisch, fast ethnografisch leuchtet er die provokative, unangepaßte Biederkeit des spätgeouteten Saubermanns aus. Und überläßt das Urteil anderen.

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    Meine Daten und ich

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2008
    Buch/Regie
    Philipp Eichholtz

    Immer mehr Menschen unseres demokratischen Staates sehen eben diesen zu einem Überwachungsstaat heranwachsen. Gesetze zur Terrorbekämpfung werden verabschiedet, um uns zu schützen. Wie weit aber darf dieser Schutz gehen? Ist im Namen der Terrorbekämpfung alles erlaubt? Onlinedurchsuchungen, Vorratsdatenspeicherung von Telefon- und Internetverbindungen, Scoring-Punkte im Bankensystem, Überwachungskameras und –mikrofone auf öffentlichen Plätzen und in Läden und allen voran das neue BKA-Gesetz, angestoßen vom derzeitigen Innenminister Wolfgang Schäuble, lassen uns nachdenklich werden, was mit unseren Daten wirklich passiert. Denn nicht nur die Daten terrorverdächtiger Personen werden gespeichert, sondern Informationen über jeden von uns. Aktuell stellt sich zudem immer mehr die Frage, was in diesem Zusammenhang "Sicherheit" unserer Daten noch bedeuten kann, wenn immer wieder Informationen über unsere Bankverbindungen und Kontobewegungen auf entsprechenden Schwarzmärkten zu erwerben sind. Was kommt als Nächstes? Mit "Meine Daten und Ich – Sicherheit in Deutschland" wird diese brisante Problematik erstmals filmisch thematisiert. Der fiktive Filmemacher Axel Ranisch sucht nach Antworten bei unterschiedlichen Politikern (Wolfgang Bosbach, Wolfgang Wieland) und Gruppierungen -- und stößt mehr und mehr beruflich wie privat an seine Grenzen. Ein witzige und geistreiche Untersuchung über schleichende Veränderungen in unserer Gesellschaft, über hilflos hingenommene Skandale und über die Frage: Wie weit darf der Staat eigentlich gehen?

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    Miss Kicki

    Ort
    Taiwan/Schweden
    Jahr
    2009
    Regie
    Håkon Liu

    Miss Kicki (Pernilla August) reist nach langer Abwesenheit von Schweden mit ihrem 17jährigen Sohn Viktor (Ludwig Palmell) nach Taiwan, um sich ihm wieder zu nähern. Tatsächlich möchte Sie aber ihre Internetbekanntschaft Mr. Chang persönlich kennenlernen. Viktor ist frustriert über seine „Alibifunktion“ und beginnt allein durch Taipei zu steifen, bis er Didi (He Huang) trifft – einen gleichaltrigen Jungen aus Taiwan-, der ihm nicht mehr von der Seite weicht…

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    Saudade -- Sehnsucht

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland/Brasilien
    Jahr
    2003
    Produzent/Buch/Regie
    Jürgen Brüning

    Cyrus, Tim und Erik waren während der Schulzeit eng befreundet und machten gemeinsam Hip-Hop-Musik. Nach dem Abitur sind sie verschiedene Wege gegangen. Tim träumt immer noch von Musik, Erik hat sich mit Aktien verspekuliert. Cyrus engagierte sich in der Dritte-Welt-Politik. Nach Jahren nimmt Cyrus Kontakt zu den beiden auf, um sie für einige Monate nach Brasilien in das Haus seines Vaters einzuladen. Tim und Erik nehmen gerne an. Gemeinsam gehen sie schwimmen, segeln und albern halbnackt vor einer Webkamera herum, um nebenbei etwas Geld zu machen. Das Haus des Vaters liegt abseits eines kleinen Dorfes direkt am Meer. Maria, die brasilianische Haushaltshilfe, versorgt halbtags den Haushalt. Konflikte treten auf, als die Kunden aus dem Internet immer fordernder werden und mehr Sex von den Jungs sehen wollen. Sie diskutieren, wieweit sie gehen wollen. Erik, der wegen seiner Aktienspekulationen das Geld am dringendsten braucht, ist auch bereit, am meisten zu zeigen. Cyrus, versorgt durch seinen Vater, will sich nicht zu irgendetwas zwingen lassen. Tim hat eigentlich nur Interesse für Musik. Innerhalb der Gruppe fängt es an zu bröckeln, und jeder zieht sich zunehmend zurück. Erik hängt dauernd vor dem Fernseher. Er schaut sich brasilianische Telenovelas an. Eine hat es ihm besonders angetan, da ein gutaussehender Schwarzer die Hauptrolle spielt, in den er sich verguckt hat. Cyrus und Erik geraten aneinander, als Cyrus Erik seine Passivität vorwirft und ihm versucht, die politische Lage der Armen in Brasilien zu verdeutlichen. Erik hält Cyrus für einen Salonrevoluzzer. Maria vermutet, daß die Jungs schwul sind. Maria arbeitet gerne für die drei, da diese keine großen Forderungen stellen. Für sie sind sie typische Gringos, die ihren Spaß haben wollen. Erst als Cyrus sie über ihre Situation und ihr Land belehren will, stellt auch sie Cyrus Motive in Frage. Für Erik werden die Ereignisse dramatischer, als er eines Abends in einer Disko einen Brasilianer kennenlernt und mit ihm für einen kleinen Fick an den Strand geht. Um die Jungs ihrer Kultur vielleicht näher zu bringen, lädt Maria Tim und Cyrus zu einem „Umbanda“-Ritual ein. Beide sind aus unterschiedlichen Gründen davon fasziniert. Sie erzählen Erik begeistert davon. Bei seinen Einkäufen in der Stadt trifft Erik zufällig den Schauspieler Miguel, den er aus der Telenovela kennt. Nach anfänglichen Mißverständnissen verabreden sich die beiden und kommen sich bei einer Bootsfahrt näher. Langsam entwickelt sich eine zarte Liebe. Cyrus sucht nach seinen Ursprüngen in Brasilien. Tim trifft eine Rapband. Werden die drei zusammenbleiben?

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    Schnupfen im Kopf

    Ort
    Bundesrepublik Deutschland
    Jahr
    2010
    Produzentin/Regie/Buch
    Gamma Bak

    Psychose. Eine Krankheit, die nicht heilbar scheint, eine Diagnose, die das Leben der Betroffenen buchstäblich auf den Kopf stellt. Nichts ist mehr, wie es war, an Aufenthalte in der Psychiatrie schließt sich eine oft lebenslange Abhängigkeit von Medikamenten an, deren Nebenwirkungen gravierend sein können. Über die Krankheit zu sprechen ist ein Tabu -- denn wer erklärt sich schon freiwillig für verrückt? Die selbst betroffene Autorin und Regisseurin Gamma Bak hat es zum ersten Mal überhaupt gewagt, über die diversen Stadien ihrer Krankheit einen autobiografischen Film zu drehen. Entstanden ist ein extrem intimes und faszierendes Selbstporträt, das nicht nur einen Einstieg in das komplexe Thema bietet, sondern auch einen direkten Einblick in das Ringen mit der Diagnose „Psychose“ und der damit verbundenen Stigmatisierung erlaubt. Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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    Tagaytay

    Ort
    Philippinen
    Jahr
    2008
    Produzent/Regie
    Adolfo Borinaga Alix jr.

    JP und William sind Freunde seit ihrer Jugend, und sie waren einmal ein Paar. Ein schönes Paar. Nach Jahren treffen sie sich wieder in einem traumhaften Landhaus an einem der schönsten Orte Asiens, in Tagaytay. Die beiden sind nun erwachsen, einer der beiden ist auch verheiratet. Sie versuchen zwar, ihre Lust aufeinander im Zaum zu halten, doch bald schon brechen sich die immer noch vorhandenen Gefühle der beiden ihren Bann.… und es beginnt eine Liebesnacht voller Leidenschaft. In traumhaften Bildern und mit zwei betörenden Darstellern erzählt der philippinische Regisseur Adolfo Alix eine gefühlvolle Geschichte von Liebe, Leidenschaft und Begehren.

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    Tan Lines

    Ort
    Australien
    Jahr
    2006
    Buch/Regie/Kamera/Produktion
    ED

    Tan Lines erzählt die Geschichte von Midget Hollows, Surfer, Teenager, Partygänger. Midget lebt in einer kleinen Küstenstadt. Sein bequemes Leben am Strand und mit Freunden wird auf den Kopf gestellt, als er sich in einen anderen Surfer verliebt. Es entwickelt sich ein Konflikt zwischen seinen Gefühlen und dem männlichen Gehabe in der Surferszene. Ganz abgesehen von dem merkwürdigen Job, den er bei der wunderlichen Miss McQuillan zu erledigen hat.

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